DIE BESTEN ALTERNATIVEN ZUR LOHNERHÖHUNG

Der Nachteil einer Gehaltserhöhung liegt in ihrer Nebenwirkung: Steigt der Lohn, steigt auch die Abgabenlast. Das Plus, das als Belohnung und zusätzlicher Anreiz gedacht ist, schmilzt unbemerkt dahin. Wenn sich nicht der Fiskus, sondern Ihre Mitarbeiter über ein Extra zum Gehalt freuen sollen, sind die sinnvollere Alternative zur Bruttolohn-Belohnung daher steuerfreie Sachzuwendungen. Am besten, Sie schnüren für Ihre Mitarbeiter ein flexibles Bündel aus abgabefreien Gehaltsextras.

Mehr Mobilität mit Firmenwagen oder Firmenfahrrad

Ein Dienstwagen wird vom Unternehmen angeschafft, versichert, betankt, gewartet und im Bedarfsfall repariert. Wird der Dienstwagen nur für geschäftliche Zwecke genutzt und bleibt Dienstfahrten und dem Weg vom Wohnort zum Arbeitsplatz vorbehalten, ist er von der Einkommenssteuer befreit, dafür wird lediglich ein Aufschlag von 0,03 % pro Entfernungskilometer berechnet. Wird der Dienstwagen für Privatfahrten genutzt, stellt er einen geldwerten Vorteil dar, der versteuert werden muss.

Ein Firmenfahrrad ist zu jeder Zeit auch privat nutzbar. Für den Chef eine Betriebsausgabe, wird das Rad vom Arbeitnehmer mit 1 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert. Ein Zuschlag für Entfernungskilometer fällt nur für E-Bikes und S-Pedelecs an mit mehr als 25 km/h an.

Vorteil: Der Dienstwagen ist immer noch ein Statussymbol.

Nachteil: Jüngere Arbeitnehmer stehen einem Dienstwagen bereits skeptisch gegenüber. Ist der Firmenwagen kein E-Auto, sollten Sie vorsichtig sein und vielleicht doch lieber ein umweltfreundliches Fahrrad anbieten.

(Tank-) Gutschein, Jobticket, Fitnessstudiomitgliedschaft

Pro Monat kann ein Unternehmen jedem Mitarbeiter 44 Euro steuerfrei zukommen lassen. Auch ein Jobticket kann so für Mitarbeiter finanziert werden. Sie können Gutscheine beliebig für Bücher, Eintrittskarten zu Veranstaltungen, das Tanken oder auch eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio ausgeben. Wichtig ist nur, dass Sie die Freigrenze von 44 Euro nicht überschreiten. Auch auf Geldbeträge dürfen die Gutscheine ausgestellt sein. Barbeträge dürfen aber nicht ausgezahlt werden, und auch die Auszahlung von Restgeldbeträgen darf nicht möglich sein.

Ob Sie Ihren Mitarbeitern Wein, Konfekt oder ein Guthaben auf einer Prepaid-Kreditkarte schenken, bleibt Ihnen dabei freigestellt. Prepaid-Kreditkarten, eventuell sogar mit einem Firmenlogo versehen, sind das ideale Mittel, um sich Ihren Mitarbeitern in Erinnerung zu rufen. Zugleich sorgen sie für größtmögliche buchhalterische Transparenz. Wie der Mitarbeiter sein centgenau aufladbares Guthaben später abruft und verwendet, bleibt ihm ganz selbst überlassen.

Vorteil: 528 Euro im Jahr können so ausgezahlt werden. Auch Minijobber können vom monatlich steuerfreien Sachbezug profitieren.

Nachteil: Hier muss sorgfältig kalkuliert und dokumentiert werden. Es ist wichtig, die 44-Euro- Freigrenze auch nicht um nur einen Cent zu überschreiten, da sonst der volle, gewährte Monatsbetrag steuerpflichtig wird.

Geschenke

Zu besonderen persönlichen Anlässen darf der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Geschenke machen. Die Anlässe sind vielseitig und reichen vom Dienstjubiläum bis zur Einschulung eines Kindes des Mitarbeiters. Natürlich gehören auch die Hochzeit und der Geburtstag zu den persönlichen Anlässen, die mit Präsenten im Wert von 60 Euro gefeiert werden können. Mehrere Anlässe dürfen zusammenkommen, die Geschenke müssen aber separat voneinander und nicht summiert überreicht werden, sollen sie steuerfrei bleiben.

Vorteil: Ein Geschenk hat klaren Ausnahmecharakter. Was ein zu feiernder Anlass ist, bestimmen Sie ganz individuell. Überreichen Sie ein Geschenk, erwartet niemand von Ihnen, dass das zur Gewohnheit wird.

Nachteil: Kennen Sie die Vorlieben Ihrer Mitarbeiter gut, können Sie ihnen mit Geschenken eine Freude machen. Befürchten Sie, den Geschmack der Mitarbeiter nicht genau zu treffen, ist eine Guthabenkarte die bessere Lösung.

Firmen-Smartphone, Notebook oder Tablet

Durch einen Überlassungsvertrag kann das Unternehmen Mitarbeitern ein Smartphone oder einen Laptop zur Verfügung zu stellen. Solange dem Mitarbeiter das Gerät nicht geschenkt wird, stellt es keinen geldwerten Vorteil dar und bleibt steuerfrei. Ist durch den Leasingvertrag klar verfügt, dass das Unternehmen weiter Eigentümer des Equipments ist, kann das Gerät auch privat uneingeschränkt abgabenfrei genutzt werden.

Läuft der Leasingvertrag nach zwei bis drei Jahren ab und der Mitarbeiter kauft das Gerät vom Arbeitgeber, ist dessen Wert so weit gesunken, dass nur noch rund drei Prozent des Neupreises des Handys fällig werden. Von der Handyrechnung kann der Arbeitgeber auch ohne Einzelverbindungsnachweis pauschal bis zu 20 % des Rechnungsbetrags, maximal 20 Euro monatlich steuerfrei erstatten.

Vorteil: Eine für jeden Arbeitnehmer praktische Ersparnis bei Ausgaben, die ohnehin anfallen.

Nachteil: Ob Mitarbeiter mit betriebsinternen Daten verantwortlich umgehen, kann sich leicht Ihrer Kontrolle entziehen, wenn Sie Arbeitnehmern digitales Equipment mit nach Hause geben.

Firmenwerbung – Ein Logo, das sich lohnt

Bewirbt der Mitarbeiter Ihr Unternehmen, darf er dafür eine Gegenleistung des Arbeitgebers in Höhe von 21 Euro pro Monat annehmen. Zu Firmenwerbung, die steuerfrei zuzüglich zum Gehalt bezahlt werden darf, gehört beispielsweise ein Firmenlogo, – ein werbender Wimpel am Fahrrad oder die Kennzeichenwerbung am Auto.

Vorteil: Die Anschaffungskosten eines Aufklebers oder anderer Werbemittel sind minimal.

Nachteil: Wo Ihre Mitarbeiter für das Unternehmen werben, geben Sie damit aus der Hand.

Firmenfinanzierte Fitness- und Gesundheitskurse

Bis zu 500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter darf das Unternehmen steuerfrei in die Gesundheit jedes Mitarbeiters investieren. Ob Sie Ihren Mitarbeitern Zuzahlungen zu Kursen bei einem Yoga-Lehrer, einer Rückenschule, einem Anti-Stress-Seminar, zur Raucherentwöhnung; Wirbelsäulentraining oder Massagen während der Arbeitszeit anbieten – bis zu einem Betrag von 500 Euro im Jahr bleiben Ihre Zuzahlungen zu externen oder internen gesundheitsfördernden Maßnahmen steuerfrei. Alle Kurse die §§ 20 und 20a SGB V entsprechen, können finanziell von Ihnen gefördert werden.

Vorteil: Körperlich aktive Mitarbeiter sind zufriedener und leistungsstärker.

Nachteil: Sport gefährdet die Faulheit! Nicht jeder Mitarbeiter ist sportbegeistert und einige Teammitglieder müssen Sie zu mehr Fitness vielleicht noch motivieren.

Kita-Kosten kompensieren

Als freiwillige Zusatzleistung sind Zuschüsse zum Kindergarten steuerfrei. Werden Sie als Lohnbestandteil gewährt, sind sie steuerpflichtig. Ob das Mitarbeiterkind einen Betriebskindergarten besucht oder extern in einem Kindergarten, einer Kinderkrippe, einem Hort oder von einer Tagesmutter betreut wird, ist dabei egal.

Der Kindergartenzuschuss ist steuer- und sozialabgabenfrei, solange der Nachwuchs nicht schulpflichtig ist. Die entstandenen Kosten muss der Arbeitnehmer nachweisen können. Liegen sie über dem vom Arbeitgeber getragenen Betrag, wird der Rest von den Eltern versteuert. Bis zu zwei Drittel der Gesamtkosten und bis zu 4.000 Euro pro Jahr darf der Arbeitgeber zuzahlen.

Vorteil: Das Unternehmen zeigt Fürsorge und soziale Verantwortung für die Mitarbeiter. Die private Entlastung steigert die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit.

Nachteil: Nicht jeder Mitarbeiter hat Familie und kann so profitieren. Werden die Kinder schulpflichtig, muss unter Umständen über eine neue Gratifikation nachgedacht werden.

Essenszuschüsse

Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer einen Zuschuss zu seinen Versorgungsausgaben zukommen zu lassen. Der Zuschuss kann auch in einer Kantine verrechnet werden, sonst aber auch im Supermarkt oder einem Restaurant ausgegeben werden. Täglich sind dabei ab 2019 Essenszuschüsse im Wert von 3,30 Euro möglich, die nicht versteuert werden müssen.

Vorteil: Sorgen Sie für ein entsprechendes Angebot, können Mitarbeiter den Zuschuss bei Ihnen auch direkt wieder ausgeben.

Nachteil: Eine Essenszulage, die Sie allen Mitarbeitern einmal gewährt haben, lässt sich später nur schwer wieder aufkündigen und will daher gut überlegt und kalkuliert sein.

Weiterbildung

Der Arbeitgeber kann steuerfrei aus der Firmenkasse das zusätzliche Know-how seiner Mitarbeiter subventionieren. Für die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen muss das Unternehmen keinerlei Abgaben oder Steuern entrichten, wenn die Lerninhalte der bezuschussten Seminare der Arbeit der Mitarbeiter zugutekommen und mit ihrem Job in einem direkten Zusammenhang stehen.

Vorteil: Sie investieren in Ihre eigenen personellen Ressourcen und damit das Wissenskapital des Unternehmens.

Nachteil: Mitarbeiter belastet eine Weiterbildung eventuell nicht nur finanziell. Eine Weiterbildung neben dem Beruf stellt eine kräftezehrende Doppelbelastung dar, die sich auf die Leistung der Mitarbeiter auswirken kann.

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