DIE AUSWIRKUNGEN VON GESUNDHEITSPROGRAMMEN AUF ABSENTISMUS

Handelt es sich lediglich um eine plausible Annahme, die der „gesunde“ Menschenverstand als „natürlich“ richtig empfindet oder lässt sich wissenschaftlich nachweisen, dass fitte Mitarbeiter seltener krank sind?

Wir haben die Fakten!

Studien bestätigen einheitlich: Absentismusquote sinkt durch Gesundheitsmaßnahmen im Unternehmen

Im American Journal of Health Promotion erschien im Jahr 2012 eine Metaanalyse von 62 Studien, die sich damit beschäftigten, welche wirtschaftlichen Effekte betriebliche Gesundheitsmaßnahmen haben. Verglichen und ausgewertet wurden die Studien vom Chapman Institute in Seattle.

  • 26 Studien erfassten den prozentualen Rückgang des Krankheitsstand. Dieser lag im Durchschnitt bei 25,1 %.
  • 32 Studien werteten den prozentualen Rückgang der direkten Krankheitskosten aus. Die Chapman – Studie errechnete einen durchschnittlichen Rückgang um 24,5 %.
  • In 7 Studien wurde die Kostenreduktion von indirekten Krankheitskosten betrachtet. Diese lag im Schnitt bei 32 %.
  • Der ROI für jeden investierten US-Dollar wurde in 25 Studien ermittelt und lag im Durchschnitt bei 1:5,56.

Zusammenfassend stellt Larry Chapman, Autor der Meta-evaluation of worksite health promotion economic return studies: 2012 update1, fest: Es liegen „starke Indizien“ dafür vor, dass sowohl Fehlzeiten als auch die direkt und indirekt entstehenden Kosten um rund 25 % sinken, werden betriebliche Gesundheitsprogramme durchgeführt.

Auch die Analyse Financial impact of health promotion programs2 von Dr. Steven Aldana aus dem Jahr 2001 beschäftigte sich mit dem Effekt von betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen. Insgesamt wurden 72 Studien ausgewertet. 14 Untersuchungen erhoben Daten zum Einfluss von betrieblich organisierten Gesundheitsprogrammen auf den Absentismus der Arbeitnehmer.

Aldana dokumentiert Ergebnisse, die einen Rückgang von bis zu 68,2 % für Teilnehmer an Gesundheitsprogrammen beschreiben und konstatiert, dass alle ausgewerteten Studien ausnahmslos zu dem Ergebnis gekommen seien, die betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen hätten die Fehlzeiten gesenkt.

Die direkten Kosten, die mit den Fehlzeiten einhergingen, waren ebenfalls rückläufig, wurden Gesundheitsförderungsprogramme angeboten. Zum ROI lagen drei Studien vor, die einheitlich die Rentabilität einer Gesundheitsmaßnahme im Unternehmen nachwiesen.

Für jeden US-Dollar, der in eine betriebliche Gesundheitsmaßnahme investiert wurde, konnten im Durchschnitt langfristig 5,82 US-Dollar gespart werden.

Hohe Produktionsverluste durch Präsentismus generieren Arbeitnehmer, die sich nicht richtig fit fühlen

Vermeidbare Verluste entstehen auch dann, wenn Mitarbeiter zur Arbeit erscheinen, sich aber eigentlich nur eingeschränkt fit und leistungsfähig fühlen. In diesem Fall sinkt sowohl das geleistete Pensum als auch die Qualität der Arbeit.

In der Auswertung einer Befragung von 28.375 Beschäftigten mit dem Titel The association of health risks with on-the-job productivity3 von 2005 errechnet W. Burton von der University of Illinois in Chicago Produktivitätsverluste in Höhe von 6,2 bis 12,2 %, die steigen, je höher das Risiko ist, dass ein Arbeitnehmer mit seinem Leben oder seiner Arbeit unzufrieden ist und Stress sich negativ auf sein gesundheitliches Befinden auswirkt.

Auch Burton empfiehlt unter Hinweis auf die Vielzahl der Studien, die bereits nachgewiesen haben, dass betriebliche Gesundheitsmaßnahmen Risiken für die Beschäftigtengesundheit minimieren, allen Arbeitgebern, Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit in ihren Betrieben zu implementieren.

Fazit:

Wissenschaftlichen Studien haben den Nachweis erbracht: Betriebliche Gesundheitsprogramme reduzieren den Krankenstand tatsächlich deutlich.

Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit nimmt beim Arbeitnehmer unmittelbar zu. Neben den kurzfristigen sind es daher besonders die zu erwartenden langfristigen positiven Effekte, die ein betriebliches Gesundheitsförderungsprogramm besonders wirksam machen.

Je individueller der Mitarbeiter eine für ihn geeignete Maßnahme wählen kann, desto höher ist seine Beteiligung und damit auch die erzielte Wirkung. Ihr Effekt wird zusätzlich dadurch befördert, wird die Maßnahme mindestens über 3 bis 6 Monate angeboten.

Insbesondere Mitarbeiter, die ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen mitbringen, können gezielt durch Gesundheitsprogramme im Unternehmen unterstützt werden, sodass sowohl die betriebswirtschaftliche Produktivität als auch die Motivation des Einzelnen steigt.


Quellen:

  1. Chapman, Larry S., (2012), Meta-evaluation of worksite health promotion economic return studies: 2012 update. In: The Art of Health promotion, 26(4), S. 1- 12. ↩︎
  2. Aldana, S.G., (2001) Financial impact of health promotion programs: a comprehensive review of the literature. In: American Journal of health promotion, S. 296-320↩︎
  3. Burton et al., (2005), The association of health risks with on-the-job productivity. In: Journal of Occupational and Environmental Medicine, S. 769-777↩︎

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