BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT: IN 5 SCHRITTEN ZUM KONZEPT

In 5 Schritten zum richtigen Konzept für Betriebliches Gesundheitsmanagement

Sie erkennen den Wert eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) durchaus, schrecken aber vor dem organisatorischen Aufwand seiner Einführung zurück? Das muss nicht sein!

Ist das BGM erst einmal aufgebaut und zeigt Wirkung, werden Sie keine Minute des Einsatzes bereuen, den es bedarf, um es im Unternehmen zu etablieren.

Wenn Sie systematisch vorgehen, können Sie das Betriebliche Gesundheitsmanagement zeitnah und passgenau für Ihr Unternehmen konzeptionieren. Wir haben einen Fahrplan für Sie erstellt, wie Sie Konzepte und Maßnahmen für das BGM konkret umsetzen können:

1. Das Ziel ausgeben, an alle Mitarbeiter kommunizieren und eine Lenkungsgruppe einrichten

Der Aufbau des BGM sollte Aufgabe der Unternehmensleitung sein, die für seine Bedeutung wirbt, sie gegenüber allen Beteiligten vermittelt und dafür sorgt, dass das BGM tatsächlich in allen Bereichen des Unternehmens umgesetzt wird.

Die eingesetzten Gesundheitsmanager können nur dann effiziente Arbeit leisten, wenn sie von Geschäftsführer und Vorstand unterstützt werden und ihre Rückendeckung haben.

Als Richtwert gilt, dass je 500 Mitarbeiter etwa eine halbe Vollzeitstelle für die Aufgaben eines BGM-Hauptverantwortlichen eingeplant werden sollte. Damit das BGM kontinuierlich und nachhaltig erfolgreich funktioniert, sollten Sie von vorneherein den Zuständigen eine festes, monatliches Zeitkontingent zur Verfügung stellen. Sollten später noch Zusatzqualifikationen erforderlich sein, sollten Sie klarstellen, dass Sie alle Verantwortlichen dabei unterstützen, sich entsprechend fortzubilden.

  • Kommunizieren Sie Ihre Pläne für das BGM von Anfang transparent an die gesamte Belegschaft. Ermutigen Sie zur Partizipation und fordern Sie Interessierte zur Mitarbeit bei der Entwicklung des Konzepts auf.
  • Richten Sie einen Arbeitskreis ein, der die Etablierung des BGM koordiniert, im weiteren Verlauf für alle Aktivitäten rund um das Thema zuständig ist und dem ausreichende finanzielle und personelle Mittel zugewiesen werden.

Der Arbeitskreis Gesundheit sollte sich aus Experten und interessierten Beschäftigten zusammensetzen, die bei der Identifikation von Risikofaktoren für die Gesundheit einen Beitrag leisten können. Gibt es in Ihrem Unternehmen eine Schwerbehindertenvertretung oder einen Betriebsrat, können Sie aus diesem Personenkreis um Mitarbeit bitten.

  • Noch bevor diese Lenkungsgruppe das erste Mal zusammenkommt, führen Sie eine Mitarbeiterbefragung durch. Fragen Sie darin gezielt nach der Mitarbeiterzufriedenheit und gewünschten Verbesserungen. Auch ein Workshop eignet sich dazu, eine Bedarfsanalyse durchzuführen.

2. Bestandsaufnahme und Auswertung bereits vorliegender Daten und Befragungen

Die im ersten Schritt gesammelten Daten und Ideen diskutieren Sie im Arbeitskreis und führen eine Ist-Analyse durch, um den konkreten Bedarf für Ihr BGM zu definieren.

Dabei sollten Sie folgende Fragen beantworten:

  • Welche Aufgaben im Bereich Gesundheit werden bereits standardmäßig durchgeführt und könnten in die betrieblichen Abläufe integriert und für das BGM ausgebaut werden?
  • Welche Rolle spielen bislang das Fehlzeitenmanagement, die Fehlzeitenanalyse, die Gefährdungsbeurteilung und Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt oder der Betriebsrat?
  • Welche Erfahrungen aus der Schulung von Mitarbeitern in Erste-Hilfe-Kursen gibt es bereits?
  • Laufen Führungskräfteschulungen zum Thema Gesundheit?
  • Existiert eine Sportgruppe?
  • Werden im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung Wiedereingliederungsmaßnahmen nach längerer Krankheit für einzelne Mitarbeiter angeboten, an deren Konzeption Sie anknüpfen können?

3. Konkrete Ziele setzen und Maßnahmen planen

Ausgehend von der Bestandsaufnahme, definieren Sie nun erste Ziele und gehen dabei auch auf die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung ein. Damit verfügen Sie über eine Grundlage für die Erarbeitung der Maßnahmen des BGM, die selbstverständlich im Rahmen der verfügbaren personellen und finanziellen Mittel des Budgets liegen müssen.

Geben Sie sich einen am konkreten Bedarf orientierten Leitgedanken, der alle Maßnahmen bündelt, um zu verhindern, dass Sie wahllos nur Kurse oder Aktionen aneinanderreihen.

Leitfragen können sein:

  • Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
  • Wer kann sie umsetzen?
  • Sind intern Ressourcen vorhanden oder ist externe Unterstützung notwendig?
  • Wie sähe ein Event aus, bei dem die geplanten Maßnahmen erstmals vorgestellt werden könnten?

Am besten identifizieren Sie schon beim Start des Projekts mögliche Hürden und Stolpersteine und legen Kriterien, Kennzahlen, die geplante Frequenz von Mitarbeitergesprächen und Zielvereinbarungen fest, anhand derer Sie später messen können, ob sich einzelne Maßnahmen bewährt haben.

4. Umsetzung der geplanten Maßnahmen

Meistens setzt das BGM mit einem Gesundheitstag als Kick-off-Veranstaltung ein, um für die sich anschließenden Maßnahmen zu werben. Diese sollten dann auch mit einer betriebsärztlichen Untersuchung, Workshops und Fitness- oder Antistresstraining möglichst zeitnah anschließen, damit das Interesse nicht abebbt und die Teilnahme an den Angeboten hoch ist.

Mögliche Maßnahmen im Rahmen des BGM sind beispielsweise:

  • Gesundheitscheck mit Seh-, Hör-, Lungenfunktions- und Stresstest
  • Maßnahmen des Arbeitsschutzes, Begehungen der Arbeitsplätze, Analyse von Arbeitsabläufen, Verbesserung der Büroausstattung
  • Einrichtung von Ruheräumen
  • aktive Gesundheitsförderungsprogramme, zum Beispiel durch Rückengymnastik, Antistresstraining, Ernährungsberatung, Massagen oder die Förderung von Mitgliedschaften in Fitnessstudios
  • Schulung und Beratung des Personals zu Themen der Gesundheit, Ernährung oder gelungener Work-Life-Balance

5. Evaluation

Nach Ablauf eines Jahres ziehen Sie die zuvor besprochenen Kriterien zurate, um den Erfolg des BGM zu prüfen und es hinsichtlich bestimmter Kennzahlen zu analysieren.

Den Daten Ihres Fehlzeitenmanagements können Sie schon jetzt entnehmen, ob sich die entstandenen Kosten gerechnet haben. Vergleichen Sie die Teilnehmerzahlen der einzelnen Angebote und prüfen Sie, ob die Maßnahmen Veränderungen in der Fehlzeitenstatistik bewirkt haben. Fragen Sie sich, ob Sie die selbst formulierten Ziele erreicht haben.

Natürlich können Sie auch eine erneute Mitarbeiterbefragung durchführen und qualitative Rückmeldungen der Belegschaft auswerten.

Nun adjustieren Sie die Maßnahmen nach Bedarf neu und führen nach Ablauf einiger Monate eine erneute Evaluation durch. Diese regelmäßige Evaluationen und die Kommunikation der Ergebnisse verankern das BGM dauerhaft im Unternehmensalltag und gewährleisten seine notwendige Flexibilität, falls sich strukturelle Veränderungen ergeben.

Fazit:

Wenn Sie die Etablierung des BGM ohne übertriebenen Aktionismus angehen und alle Beteiligten auf die geplanten Maßnahmen einstimmen, vermeiden Sie Unzufriedenheit, Stress und kommen ohne Anlaufprobleme direkt in die Gänge. Denken Sie langfristig und entwickeln Sie nachhaltige Maßnahmen, die sich dauerhaft in die alltäglichen Unternehmensabläufe einpassen lassen. Dann wird es problemlos gelingen, die Gesundheitsfürsorge im Wertekatalog Ihrer Arbeitgebermarke festzuschreiben.

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