BGM FÜR JEDE UNTERNEHMENSGRÖßE – 3 PRAXISBEISPIELE

Der Nutzen von Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist durch Studien nachgewiesen. In einer Metaanalyse von 2.400 Studien zeigte sich eine durchschnittliche Senkung von Fehlzeiten sowie medizinischen Kosten und Folgekosten durch Berufsunfähigkeit um rund 25 Prozent.

BGM lohnt sich für alle Beteiligten und lässt sich in Modellen skalierbarer Größe realisieren. Wir präsentieren Ihnen 3 Praxisbeispiele:

Erfolgreiche Gesundheitsförderung in einem kleineren Betrieb

Die ABA.SYS GmbH ist ein in verschiedenen Berufszweigen ausbildendes IT-Dienstleistungsunternehmen, das seit 19 Jahren Softwarelösungen entwickelt, Netzwerke auf- und ausbaut und im Bereich des IT-Grafikdesigns tätig ist.

Bei der ABA.SYS GmbH in Bitterfeld gelang es schnell, durch einen „Gesundheitstag“ das Interesse der 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens an Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu wecken.

Die Schnupperkurse und Gesundheitschecks waren blitzschnell ausgebucht. Als im Anschluss an die Aktion das Gesundheitsmanagement schrittweise aufgebaut wurde, griff ein Maßnahmenplan, der speziell auf die ABA.SYS GmbH zugeschnitten war. Neben dem Fitness-Führerschein, dem Erwerb eines Gesundheitspasses, sowie einem Weiterbildungsseminar für Führungskräfte legte die ABA.SYS GmbH den Schwerpunkt auf Maßnahmen zum Thema gesunde Ernährung.

Erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Betrieb mittlerer Größe

Auszubildende stehen Angeboten des BGM in der überwiegenden Mehrzahl sehr aufgeschlossen gegenüber, zeigen aber gegenüber anderen Gruppen höhere Gefährdungswerte, weil sie oft nicht ausreichend schlafen, sich wenig gesund ernähren und selten sportlich betätigen, dafür aber häufiger Umgang mit digitalen Medien und Suchtmitteln haben.

In Lüdenscheid wurden Auszubildende der AOK-Regionaldirektion mit einem Pilotprojekt auf Grundlage des „Ergonomie-Führerscheins für Auszubildende“ für die Gesundheitsfürsorge am Arbeitsplatz sensibilisiert. Präventionsexperten vermittelten ihren Azubis Wissen, das sie an allen Ausbildungsstellen einsetzen können. Das ist besonders wichtig für diejenigen, die ihre Ausbildung an verschiedenen Einsatzorten absolvieren werden.

Wie kann der Büroarbeitsplatz so eingerichtet werden, dass er genau den individuellen Bedürfnissen entspricht? Was ist die richtige Beleuchtung, was die ergonomisch ideale Sitzhöhe, wann hilft eine Fußbank, wie sollte das Tageslicht einfallen, wie wird der Bildschirm eingestellt, damit keine Blendeffekte auftreten?

Gleichzeitig erwarben die Auszubildenden theoretisches Gesundheits-Know-how zur Wirbelsäule, diskutieren über mögliche Auslöser von Stress und Strategien zur Stressvermeidung und erlernen praktische Übungen zur Muskelentspannung, um negative Begleiterscheinungen bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten entgegenzuwirken.

Beispiel für erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Großkonzern

Die EDEKA setzte beim Thema BGM auf ein Gesamtkonzept, das vom Hauptsitz des Konzerns über die Grenzen Bayerns hinaus für die gesamte EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen 25.000 Mitarbeiter und weitere 1.000 Auszubildende in die betriebliche Gesundheitsförderung einbezieht.

Die spezifische Struktur des Unternehmens ist geprägt von der Vielzahl von Beschäftigten, die in unterschiedlichen Berufsgruppen tätig sind. Angestellte in der IT und der Verwaltung, der Logistik, Einzelhandelskaufleute, Fachverkäufer und Kraftfahrer sind an vielen unterschiedlichen Standorten im Einsatz.

Die übergeordnete Projektleitung des BGM initiierte die Bildung von vier Arbeitskreisen aus den vier zentralen Unternehmensbereichen Vertrieb, Verwaltung, Logistik und Lager sowie Produktion. Die Arbeitskreise wurden mit der operativen Umsetzung der Maßnahmen beauftragt, die von Führungskräften und Betriebsrat am erfolgversprechendsten bewertet wurden.

Zunächst konzentrierte man sich auf die praxisnahe Umsetzung von Maßnahmen zum Thema „Ergonomie und Arbeitssicherheit“. Die Leitung des Projekts übernahm eine Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Ideen für weitere Maßnahmen wurden in einem Angebotskatalog gesammelt, die dann den Beschäftigten in Workshops präsentiert wurden. Mit einer konzernweiten Kommunikationsstrategie wurde die gesamte Belegschaft informiert. Über alle Kanäle wie den EDEKA_newsticker, Flyer, Poster und das Intranet warben die Beteiligten für ihre Aktivitäten und stellten Projekterfolge bei Betriebsversammlungen vor.

Möglich war der Erfolg des betrieblichen Gesundheitsmanagements vor allem aufgrund der großen Unterstützung und der hohen Investitionsbereitschaft durch die Geschäftsführung, die verantwortliche Personen einsetzte, die ressourcenschonend für die Planung und Umsetzung des Projekts tätig werden konnten.

Der „top down“-Ansatz sorgte für eine einheitliche Strategie, die durch regelmäßiges Reporting der Koordinatoren in Zusammenarbeit mit der AOK das Projekt nie aus dem Blick verlor und den Erfolg kritisch evaluierte, und die allgemeine „Aufbruchstimmung“ unter den Beschäftigten über alle Standorte hinweg zu kommunizieren wusste.

Fazit

Unabhängig von der Unternehmensgröße können Sie auf vielen verschiedenen Wegen ein geeignetes Konzept für das betriebliche Gesundheitsmanagement entwickeln. Das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter und deren Vertrauen in das Wohlwollen ihres Arbeitgebers werden dadurch gleichermaßen wachsen.

Möchten Sie das Thema BGM auch in Ihrem Unternehmen anpacken und Ihre Mitarbeiter mit einem innovativen Firmenfitness Programm unterstützen? Dann treten Sie gerne mit uns in Kontakt:






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Quellen:

http://www.iga-info.de/fileadmin/redakteur/Veroeffentlichungen/iga_Reporte/Dokumente/iga-Report_28_Wirksamkeit_Nutzen_betrieblicher_Praevention.pdf

https://www.aok-business.de/gesundheit/praxisbeispiele/abasys-gmbh/

https://aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2015/index_15244.html

https://www.aok-business.de/gesundheit/praxisbeispiele/aok-regionaldirektion-luedenscheid/

https://www.aok-business.de/gesundheit/praxisbeispiele/edeka-nordbayern-sachsen-thueringen/

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