BURNOUT PRÄVENTION – DAS KÖNNEN UNTERNEHMEN UND MITARBEITER TUN

Schon jetzt ist eine kranke Psyche der am zweit-häufigsten diagnostizierte Grund, der das Arbeiten unmöglich macht. Unter den Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen in Deutschland der prozentual am stärksten wachsende Faktor. Insbesondere die Zahl der Burnout-Erkrankten hat in den Jahren von 2007 bis 2017 stark zugenommen. Die Zahl der Ausfälle vervierfachte sich in diesem Zeitraum, so der Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Was sind Anzeichen und Ursachen eines Burn-outs?

Betroffene von Burnout fühlen sich, wie die englische Bezeichnung treffend beschreibt, ausgebrannt und energielos. Vermutlich sind genetische Anlagen, aber auch äußere Umstände wie Stress und Perfektionismus oder eine überhöhte persönliche Erwartungshaltung mit-verursachend bei der Entstehung der Erkrankung. Jeden Menschen kann ein Burnout treffen.

Das Gefühl völliger Erschöpfung, gepaart mit dem Eindruck, zu wenig Anerkennung zu erfahren, später psychosomatische Beschwerden, ein Abbau der Leistungsfähigkeit und sogar bleibende Leistungseinbußen oder eine chronische Depression sind Anzeichen und Folgen eines Burnouts, wie sie bei vielen Betroffenen im Verlauf der Erkrankung am Arbeitsplatz und im Privatleben auftreten.

Was können Arbeitgeber und Mitarbeiter tun, um eine Burnout-Erkrankung zu verhindern?

Es beginnt mit Energie- und Schlafmangel, dann folgt ein Verlust an Empathie, zunehmender Zorn und Aggressionen – am Ende leistet der Mitarbeiter nur noch „Dienst nach Vorschrift“ und tritt ganz den Rückzug in die „innere Kündigung“ an. Wichtig ist, rechtzeitig zu reagieren, wenn sich durch die ersten Alarmsignale eine Burnout-Erkrankung abzeichnet.

3 Tipps wie Unternehmen Burnoutprävention umsetzen können

Seit 2013 verlangt § 5 des Arbeitsschutzgesetzes, dass Unternehmen eine „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“ erstellen. Diese dient dem Zweck, gezielt die arbeitsbedingten psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu analysieren und Maßnahmen zu erdenken, wie der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommen kann, um präventiv zu handeln.

1. Gefährdungsbeurteilung als Chance begreifen

Die Gefährdungsbeurteilung ist nicht nur Pflicht, Unternehmen sollten sie auch als Chance begreifen. Anlässlich der Beurteilung können Sie die Gelegenheit nutzen, ihre Mitarbeiter für das Thema psychische Belastbarkeit und Gesundheit zu sensibilisieren.

Der kritische Blick auf die Arbeitsabläufe, – bereiche und alle internen Strukturen offenbart, wo Handlungsbedarf besteht. Ziehen Sie Experten von außen hinzu, denen mit einem unverstellten Blick Maßnahmen zur Prävention einfallen, die über eine Verbesserung des Mobiliars nach ergonomischen Gesichtspunkten oder die Optimierung von Licht und der Reduktion von Lärm hinausgehen. Beispielsweise können Betriebsärzte, Sicherheitsingenieuren oder Psychologen ihre arbeitspsychologische Perspektive einbringen und Strukturen, die für Stress und Belastungssituation schnell erkennen.

2. Präsentismus? Ein klares No-Go!

Überstrapazierte, gesundheitlich stark angeschlagene oder gar kranke Mitarbeiter sind auf der Arbeit fehl am Platz. Sie sind weniger empathisch im Umgang mit Kunden, produzieren mehr Fehler als Leistung und stecken andere nicht nur mit Krankheitserregern, sondern auch mit schlechter Laune und Nörgelei an.

Mitarbeiter müssen durch Führungskräfte als ihre Vorbilder erleben, dass die Gesundheit des Einzelnen immer im Mittelpunkt steht.

Chefs sollten Pausen statt ununterbrochen mehr Leistung fordern und vorleben, wie sportlicher Ausgleich und kreativen Pausen Elan für den nächsten Arbeitstag geben.

3. Ausgleichsmöglichkeiten durch Sport schaffen

Ob Gesundheitszirkel, autogenes Training, Massagen oder idealerweise ein vielfältiges Angebot an Sportarten wie Schwimmen, Fitness oder Yoga: Machen Sie Gesundheit zum zentralen Thema im Unternehmen!

Bieten Sie aktiv Möglichkeiten an, nach der Arbeit etwas zum Abbau von Stress und dem mentalen oder körperlichen Ausgleich zu tun. Sport, vor allem miteinander, lässt Teams zusammenwachsen, fördert die individuelle Fitness und Resilienz, aber auch den kommunikativen Austausch, der notwendig ist, um zu wissen, wie es um die Kollegen bestellt ist.

3 Tipps, die Mitarbeiter zur Burnoutprävention umsetzen können

Wer Akzeptanz und Austausch auf Augenhöhe lebt, hat den ersten Schritt für ein gesundes Miteinander getan. Es geht darum, miteinander im Gespräch zu bleiben und zu wissen, wie das Gegenüber sich fühlt.

1. Nein sagen können 

Die Burnoutprävention jedes Einzelnen beginnt damit, die eigenen kommunikativen Fähigkeiten zu erweitern und nicht länger aus Scheu vor Konflikten Belastungssituationen zu ertragen. Wer „Nein“ sagen lernt, kann Situationen aus dem Weg gehen, die für Unwohlsein sorgen, Gefühle von Hilflosigkeit erzeugen und so langfristig Erschöpfungszustände vermeiden.

Wer sich selbst kennt, sich Grenzen setzt und diese respektiert, stärkt sein Selbstbewusstsein und die eigenen Abwehrkräfte. Das macht es einfacher, drohende Überlastungen zu erkennen, die erst schlauchen und langfristig Burnout verursachen.

2.Klare Trennung von Arbeit und Freizeit

Nur, wer wirklich abschalten kann, kann sich dem Druck entziehen, der unweigerlich erzeugt wird, wenn die Arbeit auf das Privatleben übergreift. Um zur Ruhe zu kommen, ist es notwendig, klare Grenzen zu setzen und die eigenen Regeln einzuhalten, mit denen eindeutig zwischen Privatleben und beruflichen Verpflichtungen getrennt wird. Dazu gehört unter anderem berufliche E-Mails und Telefonate nach Feierabend zu vermeiden. 

3. Hilfe suchen, wenn notwendig 

Es ist wichtig, auf die Signale des eigenen Körpers und dem subjektiven Empfinden zu reagieren. Viele Betroffene verdrängen aufkommende Gefühle von Überanstrengung oder Überforderung, gestatten sich keine Pause und stürzen sich umso exzessiver in die Arbeit.

Statt mit mehr Druck auf den Wunsch nach mehr Anerkennung zu reagieren, ist es gut, Ansprechpartner zu haben, die zuhören, Verständnis zeigen, motivieren und unterstützen, wenn es darum geht, wie und durch wen professionelle Hilfe gefunden werden kann.

Fazit

Der Arbeitsalltag wird schnelllebiger. Die Digitalisierung und die stete Forderung nach maximaler, ad hoc abrufbarer Leistungsbereitschaft erzeugen hohen Druck.

Der psychischen Belastung können und müssen Mitarbeiter und Arbeitgeber am Arbeitsplatz gezielt durch Maßnahmen zur Entschleunigung, Stressvermeidung und Stressabbau begegnen, wenn sie die für alle Beteiligten unangenehmen und folgenschweren Folgen verhindern wollen.

Möchten Sie Ihre Mitarbeiter durch Firmensport beim aktiven Ausgleich zum Alltag unterstützen? Dann treten Sie gerne mit uns in Kontakt:






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