DIGITALISIERUNG IM BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENT

80 % der vom Institut für Gesundheit & Soziales an der FOM Hochschule in Essen befragten Führungskräfte trauen der Digitalisierung zu, das betriebliche Gesundheitsmanagement der Zukunft stark zu verändern. Trotz der hohen Relevanz des Themas, erklären 72 % der Befragten, sich noch nicht näher damit beschäftigt zu haben.

Wir geben Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten Aspekten des BGM 4.0:

Was ist digitales BGM?
Digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement, abgekürzt dBGM, bezeichnet den Einsatz digitaler Methoden und Mittel bei der Umsetzung von Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Welche Möglichkeiten zur Digitalisierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements gibt es?
Digitales betriebliches Gesundheitsmanagement verwendet e-Tools, die Online-Coaching anbieten, Informationen auf Gesundheitsplattformen aufbereiten oder Gesundheits-Apps und Wearables, die das klassische betriebliche Gesundheitsmanagement unterstützen, indem sie Mitarbeiter für präventive Maßnahmen sensibilisieren.

Viele dieser digitalen Tools knüpfen an die Erfahrungen aus dem privaten Bereich an, wo Sport- und Gewichtsreduktions-Apps vielfach bereits verwendet werden. Sie setzen ihren Schwerpunkt aber weniger auf das Monitoring von Essverhalten oder sportlichen Aktivitäten als auf die Informationsvermittlung und Motivation, wenn Maßnahmen in Bezug auf Bewegung, Ernährung und Stress in Unternehmen gestartet werden sollen.

Diese Form des dBGM kann die Potenziale der Beschäftigten stärken und sie in die Lage versetzen, ihre psychische Lern-Fitness zu erhalten, und sie durch Push-Nachrichten daran erinnern, ausreichend zu schlafen oder sich in Abständen bewusst zu entspannen. Der spielerische Einsatz digitaler Tools – beispielsweise im Zusammenhang mit Wearables – steigert die Motivation, weil sich Gesundheitsziele individuell anvisieren und visualisieren lassen.

Neben der bewährten Beobachtungsanalyse können digitale Lösungen zur Analyse der Körperhaltung, sogenannte Motion Capture Systems, die arbeitsbedingte Körperhaltung untersuchen und softwaregestützte Foto- oder Videoaufnahmen zu einer ergonomischen Analyse der arbeitsbedingten Körperhaltungen und Arbeitsbelastungen eingesetzt werden.

Eine Beratung zum Umgang mit Stress oder Belastungssituationen muss nicht zwingend im Betrieb oder einer Praxis stattfinden. Via Videokonferenz können Mitarbeiter von jedem Computer aus zeit- und ortsunabhängig mit einem Coach oder Psychologen sprechen.

Weitere Beispiele für die Anwendung des dBGM
Gleichzeitig bieten die Tools des dBGM Software-Lösungen an, die helfen, Maßnahmen zu planen, auszuwerten und zu koordinieren. Eine große Menge digital zusammengeführter Gesundheitsdaten erlaubt es den Verantwortlichen, schnell zu erkennen, ob das Gesundheitsmanagement die passende Zielrichtung verfolgt.

Kampagnen, die eine digitale Umfrage und das aktive Einholen von Feedback umfassen, werden zur Grundlage für die Etablierung eines möglichst vielseitigen und passenden BGM-Programms. Standortübergreifend informieren digitale Medien anschließend flexibel über die anstehenden Maßnahmen.

Auch eine automatisierte Auswertung von Kommentaren der Mitarbeiter im Intranet auf Stressfaktoren nach Absprache mit der Belegschaft schnell ermitteln, welche Gefährdungspotenziale und Stressoren existieren, um zielgerichtet präventiv den geschilderten Belastungen entgegenzuwirken.

Vorsicht Datenschutz: Gesundheitsdaten sind sensible, persönliche Daten
Die EU-DSGVO gibt den rechtlichen Rahmen vor, in den die digitalen Tools bei der Anwendung eingepasst werden müssen. Setzt die betriebliche Gesundheitsförderung digitale Mittel ein, muss die Datensicherheit gewährleistet und jeder Arbeitnehmer vor Missbrauch seiner Daten geschützt sein.

Auch hier steht und fällt das dBGM mit der Akzeptanz der Beschäftigten und der Transparenz, mit der die erhobenen Daten und eingesetzten Technologien erklärt werden, damit alle Beteiligten Vertrauen in ihre Möglichkeiten gewinnen. Damit überhaupt Daten in anonymisierter Form zu Verfügung stehen, muss eine möglichst große Zahl von Mitarbeitern die digitalen Tools nutzen.

Die Einbindung des Datenschutzbeauftragten bei ihrer Implementierung und der Kontrolle von Einsatz und Evaluation ist unbedingt erforderlich.

Fazit
Das dBGm erleichtert die Informationsverbreitung und Datenerfassung erheblich, ersetzt den persönlichen Kontakt und die Motivation durch lebendige Ansprechpartner aber nicht. Wie das klassische betriebliche Gesundheitsmanagement lebt das dBGM von der Beteiligung der Mitarbeiter. Darum ist es nicht sinnvoll, das BGM vollständig aus dem betrieblichen Umfeld zu lösen und in den virtuellen Raum zu verlagern. Digitale Daten und Medien können das klassische Gesundheitsmanagement mit seinen vorwiegend physischen Prozessen allerdings gewinnbringend ergänzen und zeitgemäß umsetzen. Sie geben Unternehmen, die sich der digitalen Transformation und den von ihr in Gang gesetzten Veränderungsprozessen schnell öffnen, einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

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