BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT – SO ÜBERZEUGEN SIE DEN CHEF

Damit Ihr Unternehmen ein betriebliches Gesundheitsmanagement einrichtet, brauchen Sie die Unterstützung des Chefs. Schließlich muss die Geschäftsführung das Budget und Personal freigeben, damit das Projekt ins Rollen kommt und langfristig umgesetzt werden kann.

Wie gelingt es Ihnen, Ihren Vorgesetzten so für betriebliches Gesundheitsmanagement zu begeistern, dass er Sie aktiv bei dessen Einrichtung unterstützt?

  • Es ist wichtig, dass Sie Ihren Chef persönlich ansprechen, wenn Sie ihn für die Einrichtung des BGM begeistern wollen. Übertragen Sie Ihre persönliche Begeisterung für das Projekt im direkten Gespräch und lassen Sie Ihr Anliegen nicht auf dem Schriftweg in einer Flut von weiteren E-Mails untergehen.
  • Schneiden Sie Ihre Argumentation auf Ihren Chef zu und knüpfen Sie konkret an von ihm priorisierte Aspekte wie Kostensenkung oder Wettbewerbsvorteil an.
  • Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor und wählen Sie den richtigen Moment, um das Gespräch mit Ihrem Chef zu suchen. Sie sollten die wichtigsten Daten und Fakten kennen, die häufige Krankheitsgründe allgemein sowie besonders häufige Ursachen für Fehlzeiten in Ihrem Unternehmen kennen, damit Sie auf dieser Grundlage das Gespräch sachlich gestalten können.
  • Vielleicht fällt Ihnen auch eine charakteristische Geschichte aus dem Betriebsalltag ein, die zeigt, wie Mitarbeiter oder das Unternehmen derzeit mit dem Thema Gesundheit umgehen und wo das BGM konkrete Verbesserungen herbeiführen könnte. Mit dieser Geschichte können Sie das Gespräch eröffnen, bevor Sie Ihre Argumente vortragen.
  • Gehen Sie von Widerstand aus und schlüpfen Sie bei der Vorbereitung des Gesprächs in die Rolle Ihres Gegenübers. Stellen Sie sich darauf ein, Kompromisse suchen zu müssen und bereiten Sie Gegenargumente auf wahrscheinliche Einwände vor. Hören Sie aktiv zu und signalisieren Sie, dass Sie die Argumente Ihres Gegenübers verstanden haben. Gehen Sie dann direkt mit Gegenargumenten darauf ein.
  • Es schadet nicht, den Dialog mit Ihrem Chef vorher szenisch durchzuspielen. Die Simulation wird Ihnen helfen, den späteren Gesprächsverlauf zu optimieren.

Konzentrieren Sie sich bei der Vorbereitung auf die Ausarbeitung von drei Hauptargumenten. Diese könnten so aussehen:

  1. Konkreter Nutzen für die Geschäftsleitung und das Unternehmen zur Reduzierung von Fehlzeiten und Erhalt der Mitarbeitergesundheit

Das betriebliche Gesundheitsmanagement reduziert Fehlzeiten, sorgt für mehr Bewusstsein im Umgang mit der eigenen Gesundheit und im Miteinander, steigert die Motivation, fördert das Miteinander, verhindert die Entstehung von stressbedingten Belastungen wie Burnout oder Depressionen, erhält die Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern im höheren Alter und spart damit langfristig Kosten.

Da das Gesundheitsmanagement messbare Erfolg erzielt, wäre also falsch, es kurzerhand als überflüssig abzutun. Fehlzeitenstatistiken und der Abgleich von Zielvereinbarungen aus Mitarbeitergesprächen und Mitarbeiterumfragen liefern messbare Resultate.

  1. Sichtbares Zeichen für eine Unternehmenskultur, in der die Bedeutung der Mitarbeitergesundheit mehr ist als ein Lippenbekenntnis

Die Einrichtung des betrieblichen Gesundheitsmanagements setzt ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Geschäftsleitung die Bedeutung der Mitarbeitergesundheit und der Mitarbeiterzufriedenheit als starken Wert im Rahmen der Unternehmensphilosophie erkannt hat. Argumentieren Sie mit der Relevanz des betrieblichen Gesundheitsmanagements für die Unternehmenskultur. Heben Sie hervor, wie wichtig es ist, dass die Geschäftsführung sich aktiv einsetzt, um das Gesundheitsmanagement als Faktor der Arbeitgeberattraktivität bei der Mitarbeiterbindung, Rekrutierung und im Wettbewerb um Kandidaten ins Feld führen zu können.

Ein Unternehmen, das keine Zeit in die Einrichtung eines Gesundheitsmanagements investiert, zeigt nämlich zugleich, dass es die Gesundheit der Mitarbeiter für nicht wichtig genug erachtet.

  1. Gesundheit als verbindendes Gut

Im Hinblick darauf, dass alle Menschen gesund sein und bleiben wollen, sind sich alle Mitarbeiter gleich.

Dass Führungskräfte aufgrund ihrer hohen Verantwortung und vielen unterschiedlichen Aufgaben oft nicht die Zeit sehen, sich um die Einrichtung eines Gesundheitsmanagements zu kümmern, ist nachvollziehbar. Dennoch prägen gerade die Geschäftsführung und die direkten Vorgesetzten, die Mitarbeitern Arbeitspläne und Arbeitsmenge zuweisen, entscheidend das Arbeitsklima.

In Fragen der Gesundheit sollten gerade Vorgesetzte daher informierte und verständnisvolle Ansprechpartner für Mitarbeiter sein.

Es ist wichtig, dass eine Person – beispielsweise aus den HR – mit der Rückendeckung des Chefs das Gesundheitsmanagement etabliert und gegenüber allen Beteiligten über alle Unternehmensebenen hinweg das Thema Gesundheitsbewusstsein aktiv vermittelt. Zwar ist die Rückendeckung des Chefs notwendig, seine aktive Beteiligung an der Entwicklung der Maßnahmen bleibt aber überschaubar und ist gut planbar.

Fazit: Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte immer auch ein Thema der Führungsebene sein. Mit den richtigen Argumenten und entsprechender Vorbereitung können Sie Ihren Chef die Wichtigkeit des Themas bewusst machen und die Einführung eines BGM vorantreiben.


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