KRANKENSTAND IN DEUTSCHLAND – AKTUELLE ZAHLEN UND ERKENNTNISSE

Die aktuellen AOK-Arbeitsunfähigkeitsdaten ermitteln einen durchschnittlichen Krankenstand von 26,3 Tagen für das Jahr 2018.

Krankenstand stärker abhängig von der Branche als vom Alter
Laut der Studie der AOK auf Grundlage der Daten der 14 Millionen bei ihr Versicherten, hat die Art der Beschäftigung mehr Einfluss auf die Höhe der Fehlzeiten als das Alter der Beschäftigten.

Beschäftigte, die einer hohen körperlichen Belastung bei der Arbeit ausgesetzt sind, führen die Fehlzeitenstatistik an. Dazu gehören die Beschäftigten in der Ver- und Entsorgungswirtschaft mit durchschnittlich 32,5 Fehltagen, Straßen- und Tunnelwärter mit 31,4 Krankheitstagen und Arbeitnehmer in der industriellen Gießerei, die im Durchschnitt 30 Tage wegen Krankheit fehlten.

Vergleichsweise selten fehlen im Vergleich Beschäftigte in der Lehre und Forschung, die im Schnitt auf 4,6 Fehltage kommen. Auch Angestellte in der Softwareentwicklung sind mit durchschnittlich 7,7 Fehltagen eher selten krank.

Art der Erkrankung vom ausgeübten Beruf beeinflusst
Die berufsspezifischen Anforderungen führen bei Berufen mit körperlich belastenden Tätigkeiten besonders häufig zu Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Wer berufsbedingt viel mit anderen Menschen im Kontakt ist oder in einem Großraumbüro arbeitet, hat ein besonders hohes Risiko, an einer Erkältung oder einem grippalen Infekt zu erkranken. So führen Callcenter-Mitarbeiter die Fehlzeitenstatistik mit 4,8 Tagen an, gefolgt von Erzieherinnen und Betreuerinnen in Kindergärten und Kindertagesstätten, die im Durchschnitt 3,6 Tage aufgrund von Erkältungskrankheiten fehlten.

Arbeitnehmer im Dialogmarketing sind zugleich auffällig oft von psychischen Erkrankungen betroffen. Dieses Krankheitsbild führt zu durchschnittlich 7,1 Fehltagen.

Auch die Krankenzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen bei Beschäftigten in den seelisch und körperlich strapaziösen Berufen der Alten- und Familienpflege sind signifikant erhöht. Im Durchschnitt fehlen Beschäftigte hier rund 6 Tage. Die Zahl der Fehltage ist damit doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Branchen, wo sie bei drei Tagen liegt.

Insgesamt nehmen psychische Erkrankungen als Grund für Fehlzeiten weiter zu – ein Trend, der sich über die letzten Jahre bereits deutlich abzeichnet.

Auffällig ist vor allem die Tatsache, dass psychische Erkrankungen für Krankschreibungen mit besonders langen Absenzen sorgen.

Seltener krank ist, wer die eigene Arbeit als sinnvoll empfindet
Rückenschmerzen, Erschöpfung und psychische Probleme werden häufiger Anlass für Fehlzeiten, wenn Arbeitnehmer mit ihrem Job unzufrieden sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK unter 2000 Beschäftigten. Im Schnitt fehlten die Befragten 12,1 Tage wegen Krankheit. Wer angab, einem schlechten Betriebsklima ausgesetzt zu sein, fehlte dagegen durchschnittlich 19,6 Tage. 

Bei negativem Betriebsklima sank das körperliche Befinden der Einzelnen überdurchschnittlich stark ab:
54,1 % der Beschäftigten, die über schlechte Arbeitsbedingungen klagten, litten an Rücken- und Gelenkproblemen, 56,5 % meldeten Erschöpfungserscheinungen. Klagten im Durchschnitt 38,1 % der Befragten über Rücken- und Gelenkschmerzen und 35,9 % über Erschöpfung, fühlten sich die Mitarbeiter, die Sinn in ihrer Arbeit sahen, weniger krank: Nur 34 % hatten Rücken- und Gelenkschmerzen und nur 33,2 % fühlten sich erschöpft.

Beschäftigte, die ihre Arbeit als sinnstiftend empfinden und ein positives Arbeitsklima vorfinden, sind demnach gesünder und fehlen seltener am Arbeitsplatz.

Was können Unternehmen tun, um sich gegen den Anstieg der Krankenzeiten zu rüsten?
Zunächst fehlt die Motivation, dann fehlt der Mitarbeiter. Krankmeldungen lassen nicht lange auf sich warten, wenn Mitarbeiter versuchen, unliebsamen Aufgaben oder unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen.

Durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können Unternehmen positiv auf die Motivation, das Gesundheitsbewusstsein und das allgemeine Wohlbefinden der Beschäftigten einwirken.

Beispielsweise stieg die Motivation der Mitarbeiter bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) schon wenige Monate nachdem Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements eingeführt wurden. Die krankheitsbedingten Abwesenheiten sanken um fünf Prozent

Helmut Schröder vom WIdO der AOK empfiehlt, Präventionsangebote im Betrieb immer individuell auf die Berufsgruppe anzupassen.

In einigen Betrieben liegt der Schwerpunkt dann auf Verbesserungen der Kommunikationsstrukturen. Sie nehmen das Miteinander stärker in den Blick, um Ausgrenzung zu verhindern und das Teambuilding zu fördern. In anderen Unternehmen liegt der Fokus auf Sport- und Gesundheitskursen. Schließlich ist Sport das beste Mittel, um das Immunsystem und die Abwehrkräfte zu stärken und die Gesundheit zu erhalten.

Auch die positive Wirkung von Fitness auf die psychische Gesundheit wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Sie können sich und Ihren Mitarbeitern kein größeres Geschenk machen, als sie dabei zu unterstützen, Stress abzubauen und ihre Gesundheit und Kondition zu erhalten oder zu verbessern.

Wenn Sie Ihren Mitarbeiter auf diese Art Danke sagen, senken Sie auf Dauer die Kosten für das Unternehmen und setzen ein starkes Zeichen dafür, dass Sie echtes Interesse am Wohlbefinden Ihres Teams haben.

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Quellen:

https://www.aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2019/index_21853.html

https://qualitrain.net/blog/hoher-krankenstand-ursachen/

https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6870/gesunde-arbeit-sinn-ist-wichtiger-als-gehalt.html

https://www.wido.de/news-events/aktuelles/2019/fehlzeiten-und-beruf/

https://www.netdoktor.at/gesundheit/sport-immunsystem-6857789 oder https://link.springer.com/article/10.1007/s12312-018-0541-x

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