Meditation im Sommer

Sommer, Sonne, Sonnenschein – lange Abende am Flussufer, Kaffeeklatsch und Picknick mit Freunden an einem schattigen Plätzchen, Feierabendbier im Freien. Selbst wenn Du Dich selbst in diesen Aktivitäten nicht wiederfindest, so fällt Dir sicherlich auf, dass der Sommer die Menschen förmlich dazu einlädt, ihre Tagesgestaltung nach außen zu verlagern. Wieso sollte man auch seine Zeit in stickigen Innenräumen verbringen, wenn Sonne und Wärme so viele von uns mit Zufriedenheit erfüllen?

Damit sind wir auch schon beim Thema des heutigen Posts angekommen: Meditation in den heißen Monaten – wie man seine tägliche Dosis Achtsamkeit in den Sommer integriert und entspannt durch den Sommer kommt.

Draußen meditieren

Wahrscheinlich ist Dir unser erster Vorschlag schon selbst gekommen. Mach das, was Du drinnen machst, nur eben draußen. Die Meditationssitzung auf den Balkon, die Terrasse oder in einen Park zu verlegen, ist wenig umständlich und kann, insofern man den Aufenthalt im Freien genießt, motivationssteigernd sein. Visualisiere Dich selbst doch mal auf einer Wiese, ein schattiges Plätzchen unter einem Baum… Nicht schlecht, oder? Je nach Temperatur bietet sich dieser Szenenwechsel vor allem in den kühleren Morgen- und Abendstunden an.

Doch das ist nur eine Möglichkeit. Hier haben wir selbstverständlich noch weitere Vorschläge, um die Gestaltung Ihrer Achtsamkeit im Sommer zu inspirieren.

Gehen, Laufen, Meditieren

HabstDu schon mal von Gehmeditation gehört? Hierunter versteht man eine Form der Achtsamkeitsmeditation, bei der man seine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen Schritt, den man tätigt, fokussiert. Ein Beispiel wäre, barfuß langsam über eine Grünfläche zu schlendern – spüre in diesem Falle bewusst, wie sich Deine Hüfte bewegt, wie Deine Füße Kontakt zum Boden aufnehmen, wie das Gras Deine Zehen kitzelt. Wenn Du willst, kannst Du natürlich wie auch sonst Deine Augen schließen.

Anderes Szenario: Du kommst gerade von der Arbeit, steigst aus der Tram und wilsst einkaufen gehen. Dein Weg führt Dich zielstrebig zu dem von Dir ausgewählten Geschäft. Diesmal gehst Du mit geöffneten Augen, Deine Aufmerksamkeit liegt bewusst auf der Umgebung – welche Geräusche kannst Du wahrnehmen? Was siehst, riechst oder schmeckst Du gerade? Wie fühlt sich die Sonne auf Deiner Haut an?

Die Vorteile dieser Art zu meditieren sind, dass dies nicht nur draußen durchführbar ist, sondern auch, dass sich dies extrem leicht in den Alltag integrieren lässt. Laufwege haben wir jeden Tag. Viele von uns lenken sich währenddessen allerdings mit Musik oder sonstigen Beschäftigungen ab. An sich ist das auch nicht verwerflich, aber überlege, ob Du nicht einen Deiner täglichen Wege für einige Minuten achtsames Gehen nutzen wollen. Oder versuch doch mal, achtsam zu joggen; so verbindest Du sogar noch Deinen Sport mit achtsamer Praxis.

Das kühle Nass, der Urlaub und die bewusste Empfindung

Sogar im Pool, See oder Meer lässt es sich achtsam sein: hier kannst Du Deine  Aufmerksamkeit besonders auf Deine körperlichen Sinneseindrücke richten. Wie fühlt sich die Berührung mit dem Wasser an? Registriere ich eine Strömung? Einen Luftzug? Haben meine Füße Kontakt mit dem Boden? Spüre ich Sand zwischen den Zehen?

Nun denke mal zurück an Deinen letzten Urlaub. Was hast Du zu dieser Zeit gerne getan? Unsere erste Assoziation war, dass das Probieren neuer Speisen oder das Schlemmen eigener Lieblingsgerichte ein nicht zu vernachlässigender Genuss im Urlaub sein kann. Daher unser Tipp: auch beim Essen kann man achtsam sein.

Long Story Short

In diesem Artikel ist vielleicht deutlich geworden, dass Achtsamkeit sich in viele Bereichen unseres Alltages integrieren lässt (sogar während der Nutzung unseres Smartphones). Es muss nicht immer eine klassische Meditationssitzung zuhause oder in einem seminarähnlichen Raum sein, ganz im Gegenteil: Nutze den Alltag sowie Dinge, dieDu aus Spaß an der Freude tust, und kombiniere sie mit Mindfulness und den Vorteilen, die hiermit einhergehen. Um also nochmal das hier Geschriebene zusammenzufassen:

Meditation im Sommer

  • Verlagere Deine sonstige Sitzung nach draußen (z.B. auf den Balkon, in den Garten, in einen Park).
  • Probiere auch mal Geh- oder Laufmeditation im Freien, gerne barfuß auf einer Wiese.
  • Achtsames Essen ist sowohl für den Alltag als auch den Urlaub tauglich.
  • Sogar im Wasser – beim Schwimmen, Baden, relaxen – ist Achtsamkeit möglich.
  • Achtsamkeit hilft Dir entspannt durch den Sommer und erleichtert den Genuss.

 

Warum das Ganze? Falls Du Dich mehr für die Wirkung von Meditation interessierst, schau doch mal hier.

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