BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT MESSBAR MACHEN

Die konstante Evaluation der Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist unabdingbar, um den Erfolg und die Passgenauigkeit der Angebote langfristig sicherzustellen und zu optimieren.

Anhand welcher Indikatoren wird der Erfolg der BGM-Maßnahmen messbar?

Vorsichtige Betrachtungen der Kosten-Nutzen-Analyse errechnen in Metastudien einen durchschnittlichen Return on Investment (RoI) von mindestens 1:4 über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren.

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Unternehmenskennzahlen vor, an denen sie die Akzeptanz und Wirksamkeit des Gesundheitsmanagements kurz- und langfristig messen können.

Voraussetzungen für die Messbarkeit des BGM-Erfolgs

Messbar wird der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements nur durch die Evaluierung von KPIs (Key Performance Indicators), die durch ein kontinuierliches und systematisches Controlling bereitgestellt werden.

Dazu werden Frühindikatoren und Spätindikatoren als Anhaltspunkte in den Blick genommen, die sowohl Krankheits- als auch Gesundheitswerte beschreiben können.

Die Auswertung von Frühindikatoren lässt Prognosen auf die Entwicklung von langfristig messbaren Spätindikatoren zu, die erst nach längerer Zeit Rückschlüsse auf die Erfolge des Gesundheitsmanagements zulassen. Es empfiehlt sich generell, möglichst frühzeitig nach Einführung der Maßnahmen mit der Auswertung der ersten Kennzahlen zu beginnen.

Kurzfristig messbare Indikatoren

Schon nach kurzer Zeit – etwa sechs Monate nach Einführung der Maßnahmen – ist eine erste Einschätzung des Erfolgs des BGMs möglich. Zu den Indikatoren, die schon nach kurzer Zeit eindeutige Hinweise auf den Effekt des BGMs Auskunft geben, zählen unter anderem:

  • die Teilnehmerquote an angebotenen Maßnahmen – auch als Zahl der Qualifizierungstage pro Beschäftigtem
  • die Umsetzungsquote im Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM)
  • die Anzahl der Arbeitsplatzbegehungen und Sicherheitsschulungen
  • die Mitarbeiterzufriedenheit, Bewertung und Empfehlungsquote zu den betrieblichen Gesundheitsangeboten

Das Wissen um angebotene Maßnahmen und der Umfang der Palette an Angeboten ist ebenfalls ein Indikator dafür, ob das betriebliche Gesundheitsmanagement Zugang zu den Mitarbeitern und deren Interesse finden konnte. Kennzahlen hierzu können über Umfragen ermittelt werden.

Auch Einschätzungen zum Zusammenhang zwischen der eigenen Produktivität und dem Erleben psychischer Belastungen oder Leistungseinschränkungen können regelmäßig von Beginn an anonym erhoben und quantitativ ausgewertet werden.

Mittel- bis langfristig messbare Indikatoren

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Bewertung des langfristigen Erfolgs der BGM-Maßnahmen sind die Auswirkungen auf den Krankenstand, der sich in Krankheitstagen pro Mitarbeiter erfassen lässt.

Detaillierte Auskunft geben die entsprechenden Zahlen, wenn die Quote aus Gesamtkrankentagen in Kurzzeiterkrankungen bis drei Tage und Langzeiterkrankungen aufgeschlüsselt wird. Durch die Gesundheitsquotekönnen Sie erfassen, wie viele Mitarbeiter im Verlauf eines Jahres nie krankheitsbedingt fehlten.

Fazit

Die Unternehmensführung wird BGM Maßnahmen finanziell und personell nur dann dauerhaft unterstützen, wenn deren Erfolg belegt werden kann. Wie die bereits zitierte AOK-Studie nachweist, erschwert eine fehlende strategische Auswertung und Ausrichtung des BGM oft die Einführung und erfolgreiche Fortführung gesundheitsfördernder Maßnahmen durch die Unternehmensleitung.

Können Sie durch vorgelegte Zahlen regelmäßig nachweisen, dass Sie einen hohen Erreichungsgrad bei der Einhaltung von Terminen, den zuvor formulierten Zielen, der Qualität und des Kostenrahmens erzielen konnten, werden Sie das Management einfach überzeugen, das notwendige Budget für das BGM-Projekt freizugeben und die Gesundheitsmaßnahmen langfristig mit immer größerem Erfolg fortsetzen können.

Dass der Krankenstand langfristig mit der erfolgreichen Umsetzung um durchschnittlich 25 % sinkt, haben Studien bereits bewiesen.

In der Regel beobachten Unternehmen nach Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements mit der steigenden Sensibilisierung der Mitarbeiter für Gesundheitsthemen zunächst einen leichten Anstieg des Krankenstands, wobei der Präsentismus zeitgleich sinkt.

Der IHK-Bericht „BGM im Mittelstand 2015“ verweist darauf, dass Studien einen Zusammenhang zwischen Präsentismus und einer um einige Jahre verzögert auftretenden, erhöhten Langzeitarbeitsunfähigkeit von über 30 Tage pro Jahr nahelegen.

In welchem Maße der Präsentismus durch betriebliches Gesundheitsmanagement reduziert wird, kann durch eine Mitarbeiterbefragung ermittelt werden. 

Ein weiterer beobachtbarer Wert ist die Zahl der Arbeitsunfälle, die Unfallquote. Sind der Krankenstand und die Unfallquote bekannt, ist der Zusammenhang zwischen den krankheits- und arbeitsunfallgetriebenen Personalkosten (inkl. Lohnfortzahlung und und Rekrutierungskosten) ebenfalls feststellbar.

Ob sich betriebliches Gesundheitsmanagement auf das Renteneintrittsalter und die Frühverrentungsquote (als Anzahl der Frühverrentungsfälle pro Jahr) auswirkt, ist eine weitere erst langfristig erfassbare Größe.

Ferner stellen attraktive Gesundheitsangebote eine Erleichterung für erfolgreiches Recruiting dar. Die IHK-Studie berichtet von „positiven Erfahrungen“ mit der Zahl erfolgreicher Neuanwerbungen von Fachkräften. Das Employer Branding profitiert mit Gesundheitsmaßnahmen als „Bonuspunkt“, da diese bei Kandidaten für eine aktive, gesundheitsförderliche Unternehmenskultur stehen.

Da die Identifikation mit dem Unternehmen mit dem Ausbau des Gesundheitsmanagements wächst, führen viele Unternehmen daher Preise und Auszeichnungen für ihre Programme gezielt auf ihren Webseiten und den Social-Media-Kanälen auf und präsentieren sie als sichtbare Zeichen des Erfolgs ihres BGM.

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