INSTRUMENTE & MAßNAHMEN ZUR MITARBEITERBINDUNG: SO HALTEN SIE GUTE MITARBEITER

Das Center for American Progress schätzt, dass es den Arbeitgeber bis zum Doppelten eines Arbeitnehmergehalts kostet, wenn er einen Beschäftigten ersetzen muss. 1 Der Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte ist hoch. Ein schneller, qualifizierter Ersatz für scheidende Mitarbeiter ist oft nur schwer zu finden. Die Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterzufriedenheit sollten für jedes Unternehmen daher ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Unsere Tipps zum Aufbau und der Entwicklung von Mitarbeiterbindungsstrategien:

Wettbewerbsfähiges Gehalt und Benefits bieten

Eine attraktive Vergütung ist zweifellos ein starker Faktor. Neben dem Gehalt gehören dazu auch Prämien, bezahlte Freizeit, zusätzliche Gesundheitsleistungen, Fitnessstudiomitgliedschaften und Zuschüsse zur Altersvorsorge, mit denen sich Arbeitgeber positiv von der Konkurrenz unterscheiden können.

Tipp: Informieren Sie sich über die Benefits, die der GenerationY neben dem Gehalt am wichtigsten sind. Absolventa und trendence haben sie in ihrem GenY-Barometer 2018 zusammengestellt.

Onboarding perfektionieren

Gehen Sie direkt mit der richtigen Person an den Start.

Schulung und Unterstützung, die Sie neuen Mitarbeitern auf den ersten Metern anbieten, sind das Fundament für die spätere Zusammenarbeit.

Tipp: Während des Onboardings sollten die Mitarbeiter nicht nur etwas über die Arbeit erfahren, sondern auch darüber, wie Sie die Werte Ihres Unternehmens leben. Seien Sie offen und absolut ehrlich bezüglich dessen, was Ihre späteren Mitarbeiter erwartet.

Anerkennung und Wertschätzung geben

Ihre Mitarbeiter sollen das Gefühl haben dürfen, dass sie von ihrem Arbeitgeber geschätzt und fair behandelt werden. Sprechen Sie Lob und Dank aus und feiern Sie regelmäßig gemeinsame Erfolge und die gute Zusammenarbeit. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, dass sie persönlich für den Erfolg des Unternehmens wichtig sind.

Tipp: Wenden Sie sich regelmäßig persönlich an Ihre Mitarbeiter. Schreiben Sie eine E-Mail, um sich zu bedanken. Zeigen Sie dem Team Ihre Wertschätzung durch Prämien, einen gemeinsamen Ausflug, eine Einladung zum Essen oder eine Feier.

Rücksicht nehmen und Kraft tanken lassen

Mitarbeiter erwarten, dass Sie Schicht- und Arbeitspläne rechtzeitig erhalten, um ihr Privatleben planen zu können. Nehmen Sie Rücksicht und geben Sie Ihren Mitarbeitern Gelegenheit zur Erholung. Vermitteln Sie die Botschaft, dass Ihnen eine gesunde Work-Life-Balance wichtig ist. Viele Unternehmen setzen auf Teil-, Gleit- und Elternzeitmodelle, bieten Arbeit vom Home-Office oder Sabbaticals an, um möglichst flexible Zeitpläne und Auszeiten zu ermöglichen.

Tipp: Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Projekts können Sie zeigen, dass Sie den hohen Einsatz Ihrer Mitarbeiter zu schätzen wissen, indem Sie ihnen erlauben, einen zusätzlichen freien Tag zu nehmen oder ausnahmsweise später zur Arbeit zu kommen.

Karriereperspektiven aufzeigen und erweiterte Aufgabenbereiche zuteilen

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Möglichkeiten an, sich weiter zu entwickeln. Investieren Sie nachhaltig in Ihr Personal und sehen Sie die berufliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter als Wachstumschance. Egal, ob es sich um eine Beförderung oder um eine Form der beruflichen Weiterentwicklung handelt: Ihre Mitarbeiter werden dann nicht das Gefühl haben, dass sie in eine Sackgasse geraten sind.

Tipp: Erkundigen Sie sich nach den kurz- und langfristigen Zielen Ihrer Mitarbeiter, um herauszufinden, wie Sie sie unterstützen können, diese auch zu erreichen. Formulieren Sie genau, was Mitarbeiter tun müssen, um im Unternehmen aufsteigen zu können. Erkennen Sie besonderes Potenzial, können Sie Ihre Mitarbeiter steuerlich begünstigt durch berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen finanziell unterstützen oder ihnen zu diesem Zweck Sonderurlaub gewähren.

Offene Kommunikationskultur

Ihre Mitarbeiter sollten erfahren, dass ihre Ideen, Fragen und Anliegen ernst genommen werden, dass ihr Arbeitgeber Veränderungs- und Verbesserungsvorschlägen offen gegenüber steht und diese regelmäßig auch aktiv einfordert.

Stehen Veränderungen an, sollten Sie aktiv und frühzeitig auf alle Mitarbeiter zugehen. Verhindern Sie, dass sich Neuigkeiten über den Flurfunk verbreiten und tröpfchenweise durchsickern, bevor sie allen gegenüber kommuniziert werden.

Tipp: Suchen Sie selbst das Gespräch: Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was ihre größte Herausforderung bei der Ausübung ihrer Arbeit ist. Bemühen Sie sich dann ganz konkret, eine Lösung für das Problem zu entwickeln.

Mitarbeiter nicht herumbossen

Ein Boss lässt die Mitarbeiter spüren, dass sie nur eine Nummer sind, die am Ende die gewünschten Zahlen produziert. Gute Führungskräfte betrachten Mitarbeiter dagegen als ihr höchstes Gut. Ihre Mitarbeiter sollten ihren Vorgesetzten vertrauen und wissen, dass sie für sie da sind. Führungskräfte brauchen die entsprechenden Soft Skills, um mit verschiedenen Persönlichkeiten umzugehen. Schulungen in Konfliktmanagement, Stress- oder Krisenbewältigung sollten daher für Ihr Führungspersonal selbstverständlich sein. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter erfahren, wie mit der Zugehörigkeit und gewonnenen Erfahrung im Unternehmen auch Vertrauen und Verantwortung wachsen.

Tipp: Etablieren Sie ein Mentorenprogramm. Mentoren sollten nicht die Vorgesetzten sein, sollen aber Orientierungshilfe geben. Für Neuankömmlinge sind Mentoren ein wertvoller Anker, der sie mit den neuen Abläufen vertraut macht. Die Mentoren erleben, dass sie durch die ihnen übertragene Aufgabe für ihre Erfahrung und Tätigkeit im Unternehmen mit Verantwortung belohnt werden.

Die eigene Arbeitgebermarke stärken

Ihr Employer Branding lässt Ihre Mitarbeiter stolz darauf sein, für Sie zu arbeiten. Beteiligen Sie sich an einer Initiative oder unterstützen Sie wohltätige Zwecke. Wählen Sie dabei ein Thema wie Umwelt, Bildung oder soziale Gerechtigkeit, das zu Ihrer Arbeitgebermarke passt.

Tipp: Begleiten Sie das Erlebnis Ihrer Bewerber auf jedem Schritt des Weges. Optimieren Sie die Candidate Journey und Candidate Experience und beobachten Sie die Mitarbeiter-Lebenszyklen genau, um herauszufinden, ob es in Ihrem Unternehmen unter Umständen eine Sollbruchstelle gibt, an der Ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Außenwahrnehmung an Strahlkraft verliert.


Quellen:

  1. Boushey, Heather & Glynn, Sarah Jane: There Are Significant Business Costs to Replacing Employees, Washington: Center for American Progress 2012, S. 6ff ↩︎

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