PERSONAL TRAINING MIT STEPHANIE BOCK

Erzähl doch mal ein bisschen von Dir und Deinen Trainingsmethoden. 

Ich bin als Personal Trainer tätig und ich fahre zu meinen Kunden raus und ich gebe sowohl Einzel- als auch Gruppentraining. Ich mag Studios aber ich bin der Meinung, dass der Mensch nach draußen gehört. Wir leben ja schon in einer sehr künstlichen Welt: Wir haben Räumlichkeiten, haben Heizungen, die Temperatur ist immer reguliert und und und.. Wenn wir den ganzen Tag nur drinnen am PC oder im Haushalt verbringen und dann auch noch drinnen Sport machen, dann halte ich das für Verschwendung. Also versuche ich alle Leute raus zu bringen und es ist auch etwas ganz anderes, wenn du mal Grünes siehst und du bei den Übungen auch mal einen frischen Luftzug spürst. Ich glaube, dass die Verbindung zur Natur in uns steckt und deswegen ist es mir wichtig, mit den Leuten nach draußen zu gehen. Ein Nebeneffekt ist dabei außerdem, dass das Immunsystem gestärkt und gefördert wird.

Wie funktioniert das dann im Winter?

Wir gehen bei Wind und Wetter nach draußen, das ist alles eine Frage der richtigen Kleidung. Für manche ist es fast schon eine neue Erfahrung zu spüren, dass man trotz Regen und Schnee und Kälte ein super Training haben kann und eine positive Energie. Ich bin auch selber immer fasziniert, wie viel Wärme der menschliche Körper aufbringen kann. Außerdem sind die Leute nach einem Workout an der frischen Luft auch immer ein Stückchen stolzer und euphorischer. 

Wie läuft ein Training mit dir ab?

Es kommt immer auf die Leute und aufs Wetter an. Im Gruppentraining machen wir meistens ein funktionales Training, also komplexe Ganzkörperübungen. Dabei wird nicht nur ein einzelner Muskel isoliert bearbeitet, sondern eben ganze Muskelgruppen. 

Wenn das Wetter mal nicht so stimmt und bspw. Schnee liegt, dann werden die Leute bei einem Training natürlich auch keine Übungen auf dem Boden machen, sondern mehr Übungen im Stehen. Wenn es mal sehr heiß ist wird es so angepasst, dass nicht zu viele Übungen dabei sind, bei denen der Puls zu sehr in die Höhe schießt. 

Mit Leuten, die bei mir neu in der Stunde sind, mache ich immer erstmal eine Übung um zu sehen, wie mobil sie sind: Wenn man sich in der Hocke so weit wie möglich nach unten setzt, dann sollten die Fersen eigentlich am Boden bleiben. Wenn das aber nicht gelingt und die Fersen abheben, dann bedeutet das, dass die Bänder hinten schon verkürzt sind. Das kommt zum Beispiel durch falsche Auslastung (bei Frauen gerne mal durch hohe Schuhe) und diese Verkürzung bedeutet natürlich auch, dass die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist, wenn man umknickt oder ähnliches. Die Folge ist. Dass man sich nicht mehr auffangen kann und sich leichter Verletzungen zuzieht. Wenn man weiß, dass man verkürzte Bänder hat, hilft vor allem Üben! Das geht auch ganz einfach Zuhause bei alltäglichen Dingen wie Schreiben oder Ähnliches, das Ganze kann man einfach mal in der Hocke machen.

Grundsätzlich ist das Training so aufgebaut, dass wir mit Mobility-Training starten, die Gelenkschmiere zu aktivieren und so die Gelenke auf die kommende Belastung vorzubereiten. Danach geht es dann los mit der Bewegung, um den Körper aufzuwärmen, zum Beispiel in Form von Seilspringen, Laufübungen, Boxerlauf etc. Nachdem wir uns ca 10. Minuten aufgewärmt haben, starten wir mit dem Training. Die Trainings sind so aufgebaut, dass jeder auf seine Kosten kommt, unabhängig vom persönlichen Fitnesslevel. Ich sehe es als sehr wichtigen Teil meiner Trainertätigkeit an, sich stetig weiterzubilden und so immer mehr Wissen über den Körper (Anatomie, Krankheitsbilder etc.) und Übungsausführung zu erlangen. So kann ich meine Klienten noch besser bei der Zielerreichung begleiten. Noch dieses Jahr habe ich eine 7-monatige Ausbildung zu Yogalehrerin absolviert, auch dieses WIssen fließt in jedes Training ein, egal ob Yogapraxis oder functional Training.

Wie lange dauert das Training?

Kommt drauf an ob ich Einzel-oder Gruppentrainings gebe und welche Art von Training es ist, Yogastunden gehen z.B auch mal etwas länger, also über eine Stunde. 

Besonders wichtig ist es mir in meinen Trainingseinheiten, dass die Übungen auch alle richtig und präzise ausgeführt werden. Es geht nicht darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Wiederholungen zu schaffen sondern darum, dass die Übungen so technisch sauber sind, dass sie dann auch wirklich effektiv und vor allem gesund für den Körper sind.

Du bist ja auch als Mental Coach tätig, wie verbindest du das mit deinen Trainingseinheiten?

Als Personal Trainer ist es immer wichtig, den Menschen als Ganzes zu sehen und ein Gespür dafür zu entwickeln, in welchem Bereich dieser gerade Unterstützung braucht. Nehmen wir an, unser Klient ist ein erfolgreicher Manager mit aktuell sehr viel Stress, wenig Schlaf und viel Druck. Wenn ich nun komplexe Übungen von ihm verlange, die viel Konzentration abfordern, kann das im schlimmsten Fall ein erhöhtes Verletzungsrisiko bedeuten. Ich teile die einzelnen Bereiche grob in 3 Säulen ein: Ernährung, Training und Regeneration, dazu gehören auch Stress und Schlaf, also mentale Geschichten. Man kann einen Menschen niemals nur an einer dieser drei Säulen festmachen, das alles gehört zu einem Menschen und beeinflusst sich auch gegenseitig. 

Aus diesem Grund muss ich den Menschen etwas kennenlernen, lernen was ihm wichtig ist und wie seine Geschichte ist. Darauf aufbauend kann ich dann ein auf ihn individuell abgestimmtes Training erstellen.

Gerade das Food Coaching hängt zum Beispiel auch sehr mit dem mentalen Training zusammen. Meistens arbeitest du ja im Food Coaching gegen “schlechte” Gewohnheiten an. Da reicht es dann nicht, den Menschen einfach einen Plan vorzulegen, den sie dann einhalten müssen. Man muss auf einer ganz anderen Ebene arbeiten, ich nenne das gerne eine “mentale Umprogrammierung”. Man kann nicht erwarten, dass man seine Ernährung innerhalb von wenigen Wochen umstellt und direkt Ergebnisse erzielt. Bleiben wir einmal bei unserem Manager: dieser ist 40 Jahre alt und möchte in kurzer Zeit eine Ernährungsumstellung bewirken. Das heißt im Klartext: Gewohnheiten, bestimmte Verhaltensmuster, welche sich über 40 Jahre langsam entwickelt haben, sollen in kurzer Zeit verändert werden. Auch das kann wiederum in Stress ausarten, was dazu führt, dass unser Manager wieder in alte Verhaltensmuster (sichere Gewohnheiten) zurückfällt, was sicherlich nicht zielführend ist. Auch hier ist es wichtig, den Klienten vor allem genau dieses Wissen mitzugeben und das Vertrauen in sich selbst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Food Coaching ca. Ein ¾ Jahr bis 1 ½ Jahre dauert. Es kommt aber immer auf den jeweiligen Klienten an und die Ausgangslage.

Für mich ist der Teil des mental Coachings der, den Leuten den richtigen Weg zu weisen, mit dem Menschen zusammen. Im körperlichen Training kann man den Leuten einen Weg vorgeben, im mentalen Training allerdings musst du die richtigen Fragen stellen und sie vom Menschen dann selber beantworten lassen. 

Ich habe gesehen, dass du dich auch sehr gut mit Ernährung auskennst. Hast du vielleicht einen Tipp, wie man sich auch im Büro-Leben gut ernähren kann? Manchmal muss es ja einfach schnell gehen..

Meine top-Tips sind: 

  • Ausreichend Schlaf! (7-8 Stunden)
  • nur schwarzen Kaffee, Wasser oder ungesüßten Tee trinken
  • Aktiv zur Arbeit kommen (z.B gehen oder Fahrrad fahren) 
  • Kein Frühstück. Das klingt für den ein oder anderen, der es gewöhnt ist zu frühstücken vielleicht hart, ist es aber nicht. Unser Körper braucht nach dem Aufstehen keine Zufuhr von Nahrung. Unser System ist mit prall gefüllten Energiespeichern und einem hohen Anstieg von Cortisol (Stresshormon) bereit aktiv zu sein. Fakt ist: Morgens erst aktiv sein, dann kann Nahrung zugeführt werden. 
  • Lange Pausen zwischen den Mahlzeiten
  • 3 Mahlzeiten am Tag

Wie teuer ist denn dein Training für Nicht-qualitrain Mitglieder?

Personaltraining: 105 Euro pro Stunde + Fahrtkosten

Gruppentraining:  Drop in: 13,50€, 5er Karte: 57,50€, 10erKarte 110€, 15er Karte 157€

Zahlt der qualitrain Kunde etwas obendrauf? 

Das Gruppentraining ist komplett inklusive, beim Personaltraining gibt es eine Zuzahlung von Trainierenden.

Bietet Dein Arbeitgeber bereits Firmensport mit qualitrain an? Nimm Kontakt auf und wir unterbreiten Deinem Unternehmen ein passendes Angebot: 






Ich möchte zudem regelmäßig weitere Informationen zum qualitrain Angebot erhalten.

Ich bin damit einverstanden, dass qualitrain meine personenbezogenen Daten verarbeitet und speichert, um mich persönlich kontaktieren zu können. Die Einwilligungen können jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Einzelheiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

INFOS ANFORDERN

Möchten Sie qualitrain auch in Ihrem Unternehmen einsetzen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Contact Us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Not readable? Change text. captcha txt
Motivationskreis beim Sportmotivation-sport-qualitrain