STRESSPRÄVENTION AM ARBEITSPLATZ: DAS KÖNNEN ARBEITGEBER TUN

Rund 82 % der deutschen Arbeitnehmer stehen unter Stress – so eine Umfrage von YouGov im Auftrag von LinkedIn.

40 % der Befragten gaben dabei an, dass ihr Arbeitgeber keinerlei Maßnahmen zur Stressprävention ergreife. Grob fahrlässig, denn die Zahl der Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen, die vielfach Folge von Überbelastung sind, steigt.

Stress steigt – Motivation und Umsatz sinken

Das Consulting-Unternehmen KornFerry hat über eine Umfrage die fünf größten Stressfaktoren für Mitarbeiter ausgemacht. Die Hauptursachen für schlechten Schlaf, private Probleme und sogar Krankmeldungen sind demnach für 35 % der Befragten die Führungskräfte, lange Anfahrtswege (20 %), ein zu niedriges Gehalt (19 %) und die Kollegen (14 %).

Hohe Belastungen, die nicht adäquat kompensiert werden können, sind Ursache dafür, dass die Produktivität des Teams sinkt und die Umsatzzahlen des Unternehmens in den Keller gehen.

Immer mehr deutsche Arbeitnehmer sind von Burn-out, Depressionen und anderen Erkrankungen betroffen, die oft für überdurchschnittlich lange Fehlzeiten sorgen und auch psychosomatische Folgeerscheinungen haben.

Mit diesen 5 Maßnahmen reduzieren Chefs und Arbeitnehmer den Stress am Arbeitsplatz

Was können Chefs und Mitarbeiter tun, um das Stresslevel zu senken?

  1. Sichtbar zuständig sein – Die Rolle der Führungskräfte

Um geeignete Maßnahmen zu entwickeln, die dem Stress am Arbeitsplatz entgegenwirken, müssen Vorgesetzte die Arbeitsbedingungen vor Ort genau kennen und sich mit allen gesundheitlichen Risiken auseinandersetzen.

Dazu gehört auch, dass sie die individuelle Belastungsgrenze der Mitarbeiter ausloten können. Der Termin- und Leistungsdruck darf das Vermögen der Mitarbeiter nicht überstrapazieren. Das zu bewältigende Arbeitspensum muss in bewältigbare Mengen und erreichbare Fristen verteilt werden.

Wer nicht regelmäßig im Austausch mit dem Team ist, kann nicht herausfinden, ob jemand Stress empfindet oder vielleicht gerade mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat, die zusätzlich belasten.

  1. Priorisieren und Pausen machen

Ein klares Regelsystem mit klaren Zeiten der Erreichbarkeit und Nicht-Erreichbarkeit hilft Stress zu reduzieren. Wer Prioritäten setzen, Erreichbarkeit steuern und Aufgaben planen lernt, kann Stress gezielt verhindern. Dabei bedeutet Arbeitsdisziplin auch, Pausenzeiten rigoros einzuhalten und Mindestpausen zu machen, die nicht unterschritten werden. Eine gut etablierte Pausenkultur senkt das Stresslevel und steigert die Produktivität.

Ideal sind viele kurze Pausen, die individuell und dem jeweiligen Bedürfnis entsprechend dann genommen werden können, wenn die spezifische Belastungssituation sie einfordert – mindestens aber in einem Abstand von etwa zwei Stunden. Besser ist, wenn es sogar ein Zeitfenster gibt, in dem ruhig und ohne Störung durch eingehende Telefonate gearbeitet werden kann. Auch räumlich sollten Pausen klar von der Arbeit getrennt werden. Jetzt sind berufliche Themen vorübergehend tabu, damit tatsächlich eine Unterbrechung des Arbeitsprozesses gegeben ist. Am besten ist es, wenn die Pause an der frischen Luft und mit Bewegung verbunden ist, damit Mitarbeiter Kraft und Ruhe tanken können.

  1. Probleme direkt angehen, statt ihnen auszuweichen

Was wichtig ist, muss alle Beteiligten zeitnah erreichen, ohne dass der Flurfunk zuvorkommt. Gerüchte erzeugen Wut oder Unsicherheit und lassen Emotionen hochkochen, sodass das Stresslevel steigt.

Wer überfordert ist, muss das dem Unternehmen gegenüber klar kommunizieren können, ohne als Versager zu gelten. Stress darf kein Tabuthema sein. Wer sich nicht an den direkten Vorgesetzten wenden kann, um über seine Belastungssituation zu sprechen, der sollte sich an einen Vertreter des Betriebsrats oder einen Verantwortlichen im Gesundheitsmanagement wenden.

Kritik- und Konfliktfähigkeit sind wichtige Kompetenzen, die Mitarbeiter und Vorgesetzte mitbringen sollten. Es lohnt, die Mitarbeiter darin zu schulen, wie sie sachlich und respektvoll miteinander umgehen und Probleme oder Meinungsverschiedenheiten aktiv angehen, austragen und lösen können. Darum sollte es eine direkte Anlaufstelle für Mitarbeiter geben, an die sich jeder in einer Problemsituation vertraulich wenden kann.

  1. Das Team im Zirkel entwickeln

Setzen Sie sich zusammen, um das Wohlbefinden zum Gespräch zu machen. Wissen Sie eigentlich, wie es anderen im Team geht? Welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Kollegen? Ein Gespräch im Rahmen eines Workshops oder eines Gesundheitszirkels kann dabei helfen, herauszufinden, wie das Team gesund und engagiert arbeiten kann, ohne dass Stress entsteht. Je einfacher es allen Mitarbeitern gelingt, sich über das Thema Gesundheit auszutauschen, desto einfacher wird sich Gesundheitsbewusstsein in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

  1. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung etablieren

Wenn die räumlichen Gegebenheiten und die Ausstattung der Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten optimiert wurden, ist der erste Schritt zu einer Verbesserung der Arbeitssituation getan.

Im Idealfall bringt sich das Team mit ein, um konkrete Vorschläge zur Verbesserung zu machen, und bietet seine Unterstützung an, um an der weiteren Verbesserung der Arbeitssituation zu arbeiten.

Die betriebliche Gesundheitsförderung kann dann die Weichen dafür stellen, dass in einem Unternehmen die Stressresistenz weiter steigt. Entspannungskurse, gesunde Ernährung, Vitaminsäfte und Wasserspender, Obstkörbe, Wellnesstage mit Massagen oder Fitnessangebote sind effektive Möglichkeiten, die Mitarbeitergesundheit zu fördern und die Gelassenheit im Umgang mit beruflichen oder privaten Herausforderungen zu erhöhen.

Fazit

Um den Stress effektiv vom Unternehmen auszusperren und nachhaltig Erfolg, gepaart mit Ruhe und Gelassenheit, einkehren zu lassen, muss das Problem an der Wurzel angegangen und mit voller Entschlossenheit gehandelt werden. Trauen Sie sich, die Strukturen zu hinterfragen und neue Wege bei der Stressprävention zu gehen!

Sie werden sehen, dass sich Ihr Engagement auszahlen wird und sich alle Beteiligten gerne zu einer gesunden Lebensführung motivieren lassen. Vergessen Sie dabei nie, Ihrem Gegenüber auch Lob und Anerkennung auszusprechen. Das zeigt Respekt vor den Anstrengungen des anderen, baut Vorbehalte ab und schafft die Voraussetzung, in Zukunft weiter oder wieder an einem gemeinsamen Strang zu ziehen.

Unterstützen Sie die Gesundheit und die Stressprävention Ihrer Mitarbeiter durch ein attraktives Firmenfitness-Angebot. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:






Ich möchte zudem regelmäßig weitere Informationen zum qualitrain Angebot erhalten.

Ich bin damit einverstanden, dass qualitrain meine personenbezogenen Daten verarbeitet und speichert, um mich persönlich kontaktieren zu können. Die Einwilligungen können jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden.

INFOS ANFORDERN

Möchten Sie qualitrain auch in Ihrem Unternehmen einsetzen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Contact Us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Not readable? Change text. captcha txt
toxisches-arbeitsklima-qualitrainzusatzleistungen_qualitrain