STUDIEN ZUR ARBEITSZUFRIEDENHEIT: WIE GLÜCKLICH IST DEUTSCHLAND?

Aktuelle Studien zur Arbeitszufriedenheit

Nichts könnte besser sein, teilweise suboptimal oder einfach nur jeder Tag ein Tag zu viel? Menschen erleben ihre Arbeit als mehr oder weniger zufriedenstellend. Neben dem Gehalt gibt es viele Faktoren, die eine Arbeit lohnend machen.

Was schafft für Arbeitnehmer in Deutschland Arbeitszufriedenheit, wie zufrieden sind sie mit ihren Jobs und wie können Arbeitgeber für die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter sorgen? Wir stellen aktuelle Studien zum Thema vor.

Arbeit und Glück 2017– die Avantgarde Experts Umfrage

Avantgarde Experts befragte über 1.000 Berufstätige in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage zum zweiten Mal seit 2016 danach, wie hoch der Grad der ihrer Zufriedenheit mit dem Job ist und was ihrer Arbeitszufriedenheit zu- und abträglich sei. Als eher zufrieden bis vollkommen zufrieden bezeichneten sich 68,4 % der Befragten.

Regional gab es auffallende Schwankungen im Erleben der beruflichen Aufgabe. Besonders Arbeitnehmer aus Stuttgart, Dortmund, Chemnitz, Dresden und Köln (absteigend in dieser Reihenfolge) zeigten hohe Zufriedenheitswerte, während die Region um München – trotz des ihr nachgesagten hohen Freizeitwerts – nur auf Platz 6 landete und damit im Mittelfeld rangiert, während Düsseldorf abgeschlagen auf Platz 12 zu finden ist.

Am bedeutendsten für die Zufriedenheit mit der beruflichen Tätigkeit ist für 37 % der Befragten das Gehalt. Danach werden auf Platz 2 die Work-Life-Balance mit 12,1 % und Platz 3 die Arbeitszeit mit 11,8 % genannt. Für 10,9 % sind die netten Kollegen ausschlaggebend. Eher eine Nebenrolle für die Arbeitszufriedenheit spielen im Vergleich die Karriereperspektiven, die Inhalte der Arbeit, Boni oder die Ausstattung des Arbeitsplatzes.

Vor die Qual der Wahl gestellt, wenn nur zwei Antwortmöglichkeiten vorgegeben waren, von denen die Befragten eine priorisieren mussten, entschieden sich 62,1 % für mehr Gehalt statt für flexiblerer Arbeitszeiten. Allerdings gab es auch hier regionale Ausreißer. In der Region um Stuttgart würden beispielsweise 51,9 % der Befragten bei mehr Flexibilität auch ein geringeres Gehalt in Kauf nehmen. In den Metropolregionen im Osten Deutschlands ist der Anteil derer, die sich für mehr Gehalt entscheiden, insgesamt höher als im Bundesdurchschnitt.

Motivation und Arbeitszufriedenheit – die EY-Jobstudie

Eine repräsentative telefonische Befragung durch Valid Research vom März 2017 für die EY Jobstudie befragte 1.400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Die allgemeine Arbeitnehmerzufriedenheit, so das Ergebnis, sei von 56 % auf 68 % seit 2015 deutlich angestiegen. 94 % der Befragten waren mit ihrer Arbeit eher zufrieden oder zufrieden. Bei Frauen lag der Anteil der Zufriedenen mit 70 % etwas über dem der Männer mit 66 %.

Die Altersgruppe 50 + ist mit 73 % Zustimmung am zufriedensten, die Gruppe der Berufsanfänger zwischen 21 und 30 Jahren hadert noch mit den Erfahrungen im Berufsleben: Aktuell ist nur etwa die Hälfte dieser Befragten mit dem Job zufrieden.

Im Branchenvergleich ergibt sich folgendes Bild: Am zufriedensten sind mit 84 % die Beschäftigten in Unternehmensdienstleistungen, dann folgt die Bauwirtschaft mit 79 %, die Land- und Forstwirtschaft mit 75 %, die Gesundheitsbranche mit 74 %, Banken und Versicherungen mit 72 %. Dieselben Branchen liegen dann auch im Vergleich der Mitarbeitermotivation weit vorne. Über 48 % -55 % der dort Beschäftigten bezeichnen sich als hoch motiviert.

Für Handlungsbedarf sorgt die Feststellung, dass in den neuen Bundesländern sowohl der Wechselwille als auch der Wunsch nach mehr Anerkennung und wertschätzender Kommunikation auffallend hoch ist.

Bevölkerungsbefragung Jobzufriedenheit 2018 – ManpowerGroup Deutschland

Die ManpowerGroup befragte online bevölkerungsrepräsentativ im April 2018 1.010 Bundesbürger zu ihrer Arbeitszufriedenheit und fand dabei heraus, dass jeder zweite Berufstätige mit den vorgefundenen Arbeitsbedingungen unzufrieden ist. Für 22 % ist dabei die Bezahlung der Grund nach einem neuen Arbeitgeber zu suchen. Fehlende Anerkennung ist in 15 % der Fälle ausschlaggebend und damit der zweitwichtigste Grund einen Jobwechsel in Erwägung zu ziehen. 12 % nennen den Wunsch nach Veränderung beziehungsweise das schlechte Arbeitsklima als Ursachen für einen möglichen Jobwechsel. 11 % haben die Lust an der aktuellen Arbeit verloren, für weitere 11 % sind es die unflexiblen Arbeitszeiten, die sie wünschen lässt, eine andere Arbeitsstelle zu finden, die sie zufriedener macht.

Fazit

Zufriedene Mitarbeiter sind für Unternehmen ein wichtiges Gut. Neben einem angemessenem Gehalt und genügen Anerkennung können auch gut ausgewählte Benefits zu einer hohen Zufriedenheit beitragen. So können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zum Beispiel durch ein attraktives Sportangebot unterstützen und dabei die Zufriedenheit, Motivation und Bindung ans Unternehmen stärken.


Quellen:

www.avantgarde-experts.de/studie-arbeitszufriedenheit-deutschland-2017
www.manpowergroup.de/fileadmin/manpowergroup.de/Studien/MPG_180727_Bevoelkerungsbefragung_Jobzufriedenheit_2018_Beruf___Familie.pdf 
www.ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-jobstudie-2017-motivation-und-arbeitszufriedenheit/%24FILE/ey-jobstudie-2017-motivation-und-arbeitszufriedenheit.pdf

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