Unternehmensfluktuation: So erkennen Sie, dass Mitarbeiter die Firma verlassen wollen

Als Personaler freuen Sie sich, wenn es Ihnen gelungen ist, den am besten geeigneten Mitarbeiter für die vakante Stelle im Unternehmen zu finden. Auch das Gefühl zu haben, stark im Teambuilding zu sein, ist für Personaler sehr befriedigend. Doch es gibt auch die Schattenseiten des Berufs. Denn wenn die Mitarbeiter jeweils nur kurz in Ihrem Unternehmen bleiben möchten und schnell wieder kündigen, läuft etwas schief. Eine hohe Fluktuationsquote ist für Personaler und Unternehmen in mehrfacher Hinsicht problematisch. Durch andauernde Neuausschreibungen von Stellen und die damit einhergehenden Bewerbungsprozesse, wird das Unternehmensbudget stark beansprucht. Außerdem stiehlt das Auswahlverfahren allen Beteiligten viel Zeit. Das Zeitproblem schlägt sich auch in der Abteilung nieder, in der die Mitarbeiter wechseln. Denn schließlich müssen die Neuen eingearbeitet werden. Und das muss jemand übernehmen. Auch dauert es eine Weile bis neue Mitarbeiter genauso produktiv sind wie etablierte. Eine ganze Menge Probleme also, die bei hoher Fluktuation auf ein Unternehmen zukommen. Kündigungen von Mitarbeitern kommen jedoch nicht – auch, wenn es für die Chefetage oftmals so aussieht – aus heiterem Himmel. Sie kündigen sich immer an. Die Kunst ist es, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen. Denn dann kann noch gegengesteuert werden. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Anzeichen an denen Sie erkennen, dass Ihre Mitarbeiter mit dem Gedanken spielen, zu kündigen. Und auch was Sie dann tun können.

1. Das Engagement lässt nach
Wenn ein Mitarbeiter, der immer stark im Team engagiert war, plötzlich immer ruhiger wird, ist das ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Es handelt sich dabei oft um Mitarbeiter, die in Teamsitzungen immer sehr aktiv waren und gute Vorschläge für Problemlösungen eingebracht haben. Wenn sie das plötzlich nicht mehr tun, sollten Sie beobachten, wie der Mitarbeiter sich in anderen Situationen verhält. Wenn er nicht mehr, wie früher, bereit ist, auch einmal Überstunden anzuhängen, wenn die Situation es erfordert, kann dies auch ein Indikator für nachlassendes Engagement sein. Mitarbeiter, die nicht mehr engagiert sind, hören auch auf nach neuen Aufgaben zu fragen. Oder lehnen diese ab, wenn sie ihnen angeboten werden. Wenn Ihnen außerdem aus dem Kollegenkreis zugetragen wird, dass der Mitarbeiter immer weniger dazu bereit ist, Kollegen bei deren Aufgaben zu unterstützen, sollten Sie handeln.

2. Die Loyalität sinkt
Engagement für den Arbeitsplatz und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber sind stark miteinander verknüpft. Wenn bei Ihrem Mitarbeiter das Engagement sinkt, sinkt in der Regel auch die Loyalität. Ersteres ist jedoch leichter für Sie ersichtlich. Wenn Sie also bereits den Verdacht haben, dass Ihr Mitarbeiter weniger engagiert ist als früher, dann lohnt es sich, auf die etwas subtileren Signale zu achten. Nachlassende Loyalität erkennt man zum Beispiel an einer veränderten Verhaltensweise und Körpersprache. Wenn der Mitarbeiter den Jour-Fix mit dem Vorgesetzten nur noch möglichst schnell durchpeitschen möchte und diesem dabei nicht mehr in die Augen sieht und fahrig wirkt, kann das ein Zeichen nachlassender Loyalität sein. Der Mitarbeiter zeigt unbewusst, dass er sich nicht mehr wohl fühlt. Vielleicht, weil er nach einer neuen Stelle sucht. Achten Sie auch auf Aussagen zwischen den Zeilen. Wer unzufrieden ist, wird oft ironisch oder sarkastisch. Teambuilding Maßnahmen wie etwa gemeinsame Weihnachtsfeiern oder auch ein Betriebsausflug, eignen sich bestens, um die Loyalität der Mitarbeiter zu überprüfen. Sie erkennen hier gut wer mitmacht und selbst am Teambuilding interessiert ist und wer sich möglichst schnell wieder verabschieden möchte.

3. Abstinenz wegen Krankheit nimmt zu
Wenn der Mitarbeiter sich immer öfter krank meldet, kann das mehrere Gründe haben. Interessant ist es zu sehen, ob die Krankmeldungen jeweils tageweise oder länger am Stück andauern. Tageweise Krankmeldungen sprechen dafür, dass der Mitarbeiter nicht mehr so motiviert ist wie früher, und auch bei Kleinigkeiten nun lieber zu Hause bleibt. Oder aber er meldet sich krank statt Urlaub zu nehmen, wenn er zu einem Vorstellungsgespräch bei einem anderen Unternehmen eingeladen ist. Sind die zunehmenden Krankmeldungen jeweils länger andauernd kann der Hintergrund sein, dass der Mitarbeiter sich in seinem Job nicht mehr wohl fühlt. Gründe dafür können Überforderung, Langeweile oder auch der Eindruck sein, nicht genug Anerkennung für die eigene Leistung zu erhalten.

4. Das Wachstumspotenzial stagniert
Ein deutliches Anzeichen für Kündigungsabsichten ist, wenn der Mitarbeiter in seiner Firma kein persönliches Wachstumspotenzial mehr für sich sieht. Je jünger der Mitarbeiter ist, desto eher wird er sich noch einmal anders orientieren wollen. Äußert sich der Mitarbeiter über diesen Umstand Kollegen oder Vorgesetzten gegenüber frustriert, besteht schnellstens Handlungsbedarf.

5. Der Mitarbeiter fühlt sich vom Vorgesetzten vernachlässigt
Wenn ein Mitarbeiter sich von seinem Vorgesetzten vernachlässigt fühlt, wird er es in irgendeiner Form äußern. Glück haben Sie, wenn er von sich aus das Gespräch mit seinem Vorgesetzten, dem nächsthöheren Vorgesetzten oder Geschäftsführer sucht. In keinem Fall sollte eine solche Gesprächsanfrage, zum Beispiel aus Zeitgründen, abgelehnt werden. Sucht er kein Gespräch,  können Sie durch Einzeläußerungen im normalen Geschäftsablauf, oder Körpersprache erkennen, dass der Mitarbeiter sich vernachlässigt fühlt. Wenn beispielsweise Sonderaufgaben vergeben werden und Ihr Mitarbeiter zum wiederholten Male nicht bedacht wurde, erkennen Sie vielleicht in der Folge an seinem Gesichtsausdruck oder gebückter Körperhaltung, dass er unzufrieden ist.

So binden Sie Mitarbeiter
Mitarbeiter sind immer dann glücklich, wenn sie sich anerkannt fühlen. Deshalb sollten alle Mitarbeiter regelmäßig Feedback erhalten und auch welches geben dürfen. Das zeigt Ihnen einerseits, dass Sie und Ihre Leistungen wahrgenommen werden. Wenn die Leistungen prima sind, sollten die Mitarbeiter das auch so gespiegelt bekommen. Dinge, die verbessert werden können, kann man gemeinsam angehen. Ermitteln Sie zusammen mit dem Mitarbeiter, wo es noch Entwicklungsbedarf gibt. Lassen Sie den Mitarbeiter mit der Entwicklung im Anschluss nicht alleine, sondern bieten Sie ihm zum Beispiel Seminare für die Verbesserung seiner Schwachpunkte an. Andererseits signalisieren Sie mit beiderseitigen Feedbackgesprächen auch, dass Ihnen die Meinung der Mitarbeiter zur Unternehmensführung und zu ihrer Rolle als Führungskraft wichtig ist.
Geben Sie Mitarbeitern weiterhin stets das Gefühl, offene Gespräche führen zu können. Am besten gehen Sie mit gutem Beispiel voran und sprechen selbst Dinge offen an, die Ihnen auffallen. So bauen Sie Schwellenangst bei den Mitarbeitern ab, wenn diese selbst Gesprächsbedarf haben.
Machen Sie außerdem individuelle Angebote zur Mitarbeiterentwicklung. Ermitteln Sie, in welche Richtung sich Ihre Mitarbeiter entwickeln wollen, und unterstützen Sie sie dabei.
Bieten Sie regelmäßig Teambuilding Maßnahmen an, denn die Mitarbeiter erfahren so, dass der Arbeitgeber bereit ist, Zeit und Geld in ihr Wohlbefinden zu investieren.

Fazit
Um Mitarbeiterfluktuation zu verhindern, ist es wichtig zu wissen, welche Ziele die Mitarbeiter haben und sie bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen. Wenn Sie dennoch eines oder mehrere der genannten Anzeichen für Kündigungsgedanken erkannt haben, sollten Sie sofort handeln, indem Sie auf den Mitarbeiter zugehen und ein offenes Gespräch in ruhiger Atmosphäre führen. Bleiben Sie neutral, also ohne Vorwürfe hinsichtlich der veränderten Verhaltensweise des Mitarbeiters. Versuchen Sie herauszufinden, was der Mitarbeiter sich konkret für seine berufliche Zukunft wünscht und machen Sie ihm, wenn möglich, entsprechende Angebote, um die Situation für ihn zu verbessern.

Sie möchten Ihren Mitarbeitern attraktive Benefits anbieten? Das Firmenfitness-Angebot von qualitrain ist dazu eine perfekte Möglichkeit. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme für weitere Informationen: 






Ich möchte zudem regelmäßig weitere Informationen zum qualitrain Angebot erhalten.

Ich bin damit einverstanden, dass qualitrain meine personenbezogenen Daten verarbeitet und speichert, um mich persönlich kontaktieren zu können. Die Einwilligungen können jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden.

INFOS ANFORDERN

Möchten Sie qualitrain auch in Ihrem Unternehmen einsetzen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

WEITERE SPANNENDE INHALTE?

In unserem Ressourcen Hub finden Sie Aufzeichnungen unserer Online Events, hilfreiche HR Rechner, unter anderem zum Thema Krankenstand, sowie spannende Factsheets.

Contact Us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Not readable? Change text. captcha txt