SO KÖNNEN UNTERNEHMEN DIE WORK-LIFE-BALANCE UNTERSTÜTZEN

Work-Life-Balance: Mit diesen Maßnahmen unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter

Ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Privatleben ist notwendig, damit Arbeitnehmer sich motiviert und mit maximaler Leistung einbringen können.

Unsere Gesellschaft hat sich vom klassischen Familien- und Rollenbild weiterentwickelt und stellt an beide Geschlechter heute hohe Herausforderungen, wenn es um die Erledigung von Aufgaben rund um den Haushalt, die Familie und den Beruf geht.

Private und berufliche Aufgaben unter einen Hut zu bringen, kann nur gelingen, wenn die Work-Life-Balance stimmt.

Work-Life-Balance ist entscheidend für die Wahl des Arbeitgebers

Randstad fand in seiner aktuellen Employer Brand Research heraus, dass es vor allem fehlende Wertschätzung, der Mangel an Karrierechancen und eine schlechte Work-Life-Balance sind, die „die größten Fliehkräfte“ entwickeln und dafür sorgen, dass Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen.

Der Global Talent Monitor kam in einer repräsentativen Befragung von 1.250 Arbeitnehmern in Deutschland zu dem Ergebnis, dass für 54 % die Work-Life-Balance das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers ist. Während im internationalen Vergleich die Work-Life-Balance von 40,6 % der Befragten als zufriedenstellend empfunden wurde, waren in Deutschland nur 35,4 % mit dem Zusammenspiel von Arbeit und Beruf zufrieden. Ein Potenzial, das Arbeitgeber nutzen sollten, um sich in der Konkurrenz um die besten Arbeitskräfte auf den vorderen Plätzen zu positionieren.

Was können Sie also tun, damit Arbeitnehmer erkennen, dass Sie sich um eine gelungene Work-Life-Balance für Ihre Angestellten bemühen?

Wir stellen Ihnen kleine und größere Maßnahmen vor, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter aktiv unterstützen können, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.

So fördern Sie die Work-Life-Balance Ihrer Mitarbeiter

  • Einen gesunden Arbeitsplatz anbieten

Ihre Mitarbeiter sollten gerne an die Arbeit gehen und am Arbeitsplatz eine Umgebung vorfinden, die über alle Annehmlichkeiten verfügt, die man auch zu Hause gerne vorfindet. Dazu gehören helle, große Räume, Parkplätze für das Auto oder Fahrrad und ein gesundes Verpflegungsangebot.

Sport und Fitnessangebote sind die perfekte Ergänzung, um Stress auf gesunde Weise abzubauen, den Kopf wieder freizubekommen und neue Energie zu tanken. Eine bewegungsfreundliche Umgebung und das Angebot von gemeinsamen Ausgleichsaktivitäten fördern die Fitness, die Gesundheit und den Teamgeist gleichermaßen.

In Kooperation mit Anbietern von Sport – oder Gesundheitsprogrammen können Sie präventive Maßnahmen zur Krankheitsvorbeugung anbieten und dafür bis zu 500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter zur betrieblichen Gesundheitsförderung oder im Rahmen von steuerfreien Sachleistungen für Ausgleichssport und Fitness zur Verfügung stellen.

  • Automatisierte Abwesenheitsbenachrichtigung statt Erreichbarkeit in Freizeit oder Urlaub

Ich bin dann mal weg! Wer im Urlaub oder nicht im Dienst ist, sollte den Job guten Gewissens hinter sich lassen dürfen, abschalten und nicht durch eingehende E-Mails doch an seine sonstigen Verantwortlichkeiten erinnert werden.

Machen Sie es zum Prinzip, dass abwesende Mitarbeiter nicht erreicht werden können und eingehende E-Mails mit einer automatischen Abwesenheitsbenachrichtigung und Kontaktdaten eines Kollegen für eilige Anliegen beantwortet werden.

Lassen Sie nicht zu, dass die Möglichkeit ständiger Erreichbarkeit zu einer Pflicht wird. Ziehen Sie eine klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben, indem Sie Ihre Mitarbeiter von eingehenden Anfragen außerhalb ihrer Arbeitszeiten abschirmen.

  • Do not disturb – Zonen der Ruhe einrichten

Telefonfreie Zonen erzeugen einen Niedrig-Lärmpegelbereich, der das konzentrierte Arbeiten fördert. Weisen Sie einen Büroraum aus, den nutzen kann, wer ungestört arbeiten will und bereit ist, auf Gespräche mit den Kollegen oder die Nutzung des Telefons zu verzichten. Ein eigens eingerichteter Raum mit „Do not disturb“-Zeichen, sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich vorübergehend zurückziehen können, um sich fokussiert einer Aufgabe zu widmen.

  • Erst Pausen, dann Leistung einfordern

Machen Sie es zur Pflicht Ihrer Angestellten, Pausen einzulegen, damit Sie ihren Akku wieder aufladen zu können. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter flexibel dann eine Pause machen, wenn sie diese für nötig halten. Dazu sollten Sie in Ihren Räumlichkeiten Platz für einen kleinen Pausenraum schaffen.

  • Resturlaubsregelungen aufweichen und flexible Arbeitszeitmodelle anbieten

Je flexibler Arbeitszeitmodelle und Urlaubsregelungen ausfallen, desto motivierter und ausgeruhter gehen Ihre Beschäftigten wieder an die Arbeit. Je weicher Resturlaubsregelungen ausfallen und Arbeitszeit auf flexibel zu verwaltende Zeitkonten eingezahlt werden kann, desto freier können Ihre Mitarbeiter auf private und berufliche Herausforderungen reagieren und mit ihren Kräften gezielt haushalten.

CareerBuilder fand 2017 bei einer Umfrage unter 1.019 Arbeitnehmern heraus, dass 85,6 % gerne regelmäßig im Homeoffice arbeiten würden. Homeoffice bietet Arbeitnehmern mehr Flexibilität, spart Wege und Fahrtkosten und ermöglicht es so, Familie und Beruf besser miteinander zu verbinden. Gerade weil Homeoffice aber nur von 60 % der Arbeitgeber angeboten wird, stellt es einen realen Vorteil in der Konkurrenz um die besten Bewerber dar.

Das haben sich Unternehmen einfallen lassen, um die Work-Life-Balance zu verbessern

Best-Practice-Beispiel: Gesundheitsprogramm

DHL Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten unterhalten regionale Arbeitskreise, die den Handlungsbedarf rund um das Thema Gesundheit ermitteln und für den jeweiligen Bedarf passende Maßnahmen entwickeln. Dazu führen sie regelmäßige Mitarbeiterbefragungen durch und organisieren dann geeignete Workshops und Seminare, beispielsweise zum Umgang mit Stress oder der Förderung sozialen Zusammenhalts. Beschäftigte, deren psychische Gesundheit akut durch private oder arbeitsbedingte Ereignisse bedroht ist, können sich immer sofort an Sozialberater oder Betriebsärzte wenden.

Das Gesundheitsprogramm der DHL ist dabei nur ein Ausschnitt aus dem breiten Portfolio, mit dem die DHL versucht, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern.

Best Practice-Beispiel: Kinderbetreuung

Adidas, die Daimler AG, BASF, Bayer und Continental sind nur einige von vielen großen deutschen Unternehmen, die Betriebs-Kitas unterhalten und den Nachwuchs Ihrer Mitarbeiter in Kleingruppen und mit unterschiedlichen Konzepten, teilweise auch zweisprachig betreuen. Bei Henkel hat der Betriebskindergarten bereits seit 1940 Tradition.

Auch für Infineon, SAP und Siemens sind betriebseigene Kitas eine Selbstverständlichkeit. Aber auch für KMU ist es möglich, Betreuungsangebote für Kinder zu machen. Die Jugendämter der jeweiligen Kommunen unterstützen die Unternehmen bei Bedarf dabei. Sie können die Kinderbetreuungsplätze im Verbund mit anderen Unternehmen anbieten oder die Kids durch eine qualifizierte Fachkraft als Minikrippe in einer Kleingruppe betreuen lassen.

Eine Studie des Bundesfamilienministeriums fand heraus, dass durch familienfreundlichen Maßnahmen mehr als 50 % der Überbrückungs-, Fluktuations- und Wiedereingliederungskosten von Unternehmen vermieden werden konnten, die Ihren Mitarbeitern Beratungsleistungen, individuellen Arbeitszeitmodelle, Telearbeit oder Kinderbetreuung angeboten hatten.

Fazit

Für Unternehmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter zu unterstützen und so einen wertvollen Ausgleich zum Job zu schaffen. So führt zum Beispiel ein umfassendes Gesundheitsprogramm nicht nur zu weniger Fehltagen, sondern bietet die Möglichkeit zu entspannen, Stress abzubauen und auf andere Gedanken zu kommen.


Quellen:

www.randstad.de/ueber-randstad/news/20180604/employer-brand-research-2018
www.manager-magazin.de/fotostrecke/mitarbeiterbindung-welche-anreize-am-wichtigsten-sind-fotostrecke-156993-10.html
www.presse.careerbuilder.de/pressreleases/my-home-is-my-office-85-prozent-der-arbeitnehmer-wuenschen-sich-mehr-flexibilitaet-bei-der-arbeitsgestaltung-1869477
www.psyga.info/fileadmin/user_upload/PDFs/praxisordner/psyGA_Praxisordner_Kapitel_3.pdf (S.12 ff.)
www.bmfsfj.de/blob/100858/70eec2b8b77d84e57f66c3f8230a3688/prm-24823-kurzfassung-data.pdf (S.2)

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